Billigkinder?

Spielt Ihr Kind ein Instrument? Übt es eine Sportart aus? Braucht es Nachhilfe? Schulbücher? Was kostet die Monatskarte für den Schulbus?

Ein Kind kostet Nerven und Geld.

Ein (geistig-)behindertes Kind kostet seine Eltern mehr Nerven  – und weniger Geld:
Freie Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln, reduzierter bis freier Eintritt in Zoo, Schwimmbad und ähnliche Einrichtungen – möglichst inklusive Begleitperson. Behinderte Kinder pflegen selten teure Hobbies, legen wenig Wert auf  Markenklamotten, brauchen in der Regel keine Nachhilfe und oft nicht mal Schulbücher.

Teuer sind natürlich die Therapien und diversen Fördermaßnahmen, sowie der behinderungsbedingte Mehraufwand an Pflege und Betreuung. Die Kosten dafür übernehmen Krankenkassen, Jugend- und Sozialämter…und wenn sie das nicht tun, fällt die entsprechende Maßnahme eben flach – bevor die gestressten Eltern auf den neuen Flach-Fernseher oder den verdienten Jahresurlaub verzichten und die Förderung ihres Kindes aus eigener Tasche bezahlen.

Trotz? Hilflosigkeit? ausgleichende Gerechtigkeit?

Soll doch die ehrenamtlich arbeitende Integrationshelferin ihre im Rahmen der Begleitung eines Schulausfluges entstandenen Unkosten von 10,50 €  beim zuständigen Jugendamt einklagen…Häh?
Eine seltsame Einstellung – hoffentlich nicht allzu weit verbreitet?

Wahrnehmen, bloggen und loslassen… grins.

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