"Kinder lernen aus den Folgen…"

… aber nur dann, wenn sie Ursache und Wirkung auch im Zusammenhang erfassen und die Ursache beeinflussen können.

Mache ich ein Kind, das damit noch überfordert ist, für sein Verhalten verantwortlich, bezieht es frustrierende Konsequenzen nicht auf sein Verhalten, sondern auf seine Person. Sein Selbstwertgefühl wird angegriffen, es entwickelt Versagensängste.

Wenn ich „bestimme“, was gemacht wird (was stimmt), übernehme dafür die Verantwortung – und die Pflicht, „schuld“ zu sein.

Das Kind erfährt für sein Verhalten Konsequenzen, trägt aber zunächst nicht die Verantwortung.

Übernehme ich die Verantwortung für die Situation, richtet sich der Focus seiner Frustration auf mich – es reagiert mit Aggression und Ablehnung mir gegenüber. Das heißt, es richtet seine Gefühle nach außen, wo es sie ansehen und damit umgehen kann. Letztlich kann es Misserfolge gelassener nehmen und sich entspannter auf neue Herausforderungen einlassen.

Dafür bin ich da – nicht Kumpel, sondern “Reibepunkt”.  Nicht Partner, sondern Erzieher.

Auf dieser Grundlage schaffe ich einen Rahmen, in dem ein Kind frei von Verantwortung / Schuld sozusagen „unschuldig“ und neugierig sich und seine Umwelt erfahren, ausprobieren, erleben, begreifen kann. Es lernt, Zusammenhänge zu verstehen – und kann in dem Maße, wie es diese nachvollziehen kann, zunehmend selbst die Verantwortung für sein Verhalten übernehmen – sich selbst bestimmen.

4 Antworten auf "Kinder lernen aus den Folgen…"

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