Archiv für die Kategorie „Pferde und Reiten“

Wer meint, das Leben sei kein Ponyhof…

hat von Ponyhöfen keine Ahnung.

ponyhofpony

Stelle gerade fest, dass viele meiner Artikel als Pappdeckelgeschichten anfangen…
Die Stallarbeit, die Viecher und die “Ponyhofbesucher” sortieren meine Gedanken -
aufgeschrieben am Stall, auf Katzenfutterkartons oder was sich gerade findet.PappdeckelGeschichtenfacebookevi

Pferdefrühling

Der Winter:

  • regelmäßige Schneewanderungen zum Stall
  • Wasserkocherdauerbetrieb
  • Misten mit Hammer und Meisel
  • wöchentlich mindestens eine schnee- oder sturmbedingte Baumzersägung
    mit anschließender Zaunreparatur
  • Michelinmännchenoutfit
  • mehrere Rutschpartien mit sicher guten B-Noten
  • Bestätigung der Aussage:
    ENTWEDER Pferdehaltung in Eigenregie ODER Reiten

Jetzt: Zeit für gute Vorsätze
- “Trainingspläne” werd ich es erst nennen, wenn 4 Wochen tatsächlich nichts dazwischen gekommen ist … ;)

Gruppe der spiel- und lauffreudigen Winterpferde:

  • für den “Großen”: Muskelaufbau
  • für den “Kleinen”: Was man als Pony können muss, damit einen alle lieb und süß finden

Gruppe der energiesparenden, fressstarken und bewegungsarmen Winterwesen:

  • für den etwas kurzatmigen Isi: Konditionsaufbau
  • für den kurzatmigen, steifen Trainer: Speckabbau
    Seh ich doch bei Frühlingslicht betrachtet auch ohne Schneeanzug aus wie ein…  8O

Dann mal los.

Viel Konzept für viel Geld: Pat Parelli

Vor Jahren hab ich das Buch mal gelesen…

Seit ein paar Wochen setze ich mich in Reitstunden und Beritt mit Parelli-Pferden und Parelli-Ideen auseinander:

“Hm. Gar nicht so schlecht. Gut erzogene Pferde, sehr angenehm im Umgang, weichen brav aus, folgen aufmerksam…”

Ich habe das Konzept schätzen gelernt.

Jetzt komme ich in der Arbeit mit den betreffenden Pferden den vom Besitzer nicht lösbaren “Knoten”  immer näher.  Die “Knoten” äußern sich dabei je nach PferdeCharakter zwar in unterschiedlichen Eigenarten, verbinden sich jedoch pferdeübergreifend in einem Element: Weglaufen vor und unter dem Reiter.

Nach Parelli scheint zu gelten:
“Mach dem Pferd das Weglaufen unangenehm und das Da-Bleiben angenehm.”

Das Prinzip funktioniert. Prima!

Zurück bleibt das seltsame Gefühl, dass das Pferd zwar tatsächlich nicht mehr wegläuft – aber innerlich weiterhin jederzeit fluchtbereit ist.

Und mir stellt sich die Frage, wie zuverlässig dieser  Gehorsam wohl ist, der “rational” auf der Abschätzung des “kleineren Übels” basiert?
Was passiert in Situationen, in denen ich dem “kleineren Übel” kein effektiv “größeres Übel” entgegensetzen kann – wenn statt “mechanischem Gehorsam aus Gewohnheit” mal “freiwilliger Gehorsam aus Überzeugung” gefragt ist?

Kopschüttelnd bis leicht missbilligend reagiert der überzeugte “Natural Horseman” auf meine Bedenken:
“Aber er macht das doch brav!” -

…und sieht nicht durch das Konzept hindurch aufs oder gar ins Pferd. Gefangen in den einzelnen, brav ausgeführten Übungen hat er keinen Blick für die “innere Einstellung” des Pferdes.

Zu viel (falsch verstandenes?) Konzept – zu wenig Pferd.

Links zum Thema “Pat Parelli – Natural Horsemanship”

parelli
Parelli Instruktoren – entdecke das Potential deines Pferdes
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