weise Worte

Moralisch einwandfreier Stillstand

Keine Ahnung, ob es meine innere Pippi Langstrumpf, meine ALF-Anteile oder sonstige Etwasse aus den pumuckeligen Untiefen meiner Seele schwarzen Seele waren…
ES hat mir vor langer Zeit mal eingeflüstert, die folgende Aussage beinhalte irgendeine Zauberformel:

Leute ohne Moral,
wenn sie nicht sture, brutale Typen sind, amüsieren mich.
Sie sind fantasievoll, geistig beweglich
und nicht bereit, sich der Gesellschaft zu beugen.
Und sie sind dramatisch nahrhaft.
Patricia Highsmith

Seit fast 20 Jahren steht das so in meinem “Ideenbuch” – und ich konnte es nie sinnvoll “verwenden”… an einen netten Menschen weiterschreiben oder in einer un- bis tiefsinnigen Diskussion zitieren…

Jetzt lese ich im Zusammenhang mit der Moralforschung zum Thema “Moral und Evolution” :

“Es könnte also sein, dass es gerade nicht die angepassten, netten, freundlichen und kooperativen Mitglieder einer Gesellschaft sind, die den gesellschaftlichen Wandel beflügeln. Vielleicht benötigen wir in bestimmten Phasen auch die unangepassten, unkooperativen Quertreiber… ”
Dr. Horst Heidbrink / “Moral, Kooperation und Wettbewerb”
in “Einführung in die Moralpsychologie”

Da häng ich dann noch dieses Video drunter:

Und noch ein paar tags als Kurz-Statements oder Instant-Gedanken (zum Selbst-Anrühren):
#Autist #Geistigbehindert  #Arschloch(sofern nicht…s.o.) #Kind #Ausländer #…

Wer meint, das Leben sei kein Ponyhof…

hat von Ponyhöfen keine Ahnung.

ponyhofpony

Stelle gerade fest, dass viele meiner Artikel als Pappdeckelgeschichten anfangen…
Die Stallarbeit, die Viecher und die “Ponyhofbesucher” sortieren meine Gedanken -
aufgeschrieben am Stall, auf Katzenfutterkartons oder was sich gerade findet.PappdeckelGeschichtenfacebookevi

Feedback ist ein Geschenk

Eintrag geklaut von Hannes Gebhardt ( ;) danke!)

Wenn du glaubst,
etwas als Wahrheit erkannt zu haben,
so halte es dem anderen hin wie ein Mantel,
in den er hineinschlüpfen kann,
schlage es ihm aber nicht wie ein nasses Handtuch um die Ohren
(Max Frisch)

Grundregeln:

  • Das Feedback ist ein “Geschenk”
    - entweder, jemand bittet darum oder Du fragst vorab, ob Dein Gegenüber es überhaupt haben mag.
  • Die Inhalte sind nicht pauschal,
    sondern konkret und an gemachter Erfahrung nachvollziehbar
  • Das Feedback bleibt UNKOMMENTIERT.
  • Der Empfänger mag sich herausnehmen, was für ihn wichtig und richtig erscheint.
  • Keine Diskussion,
    zumindest nicht im Rahmen des Feedbacks
  • keine pauschalen “Wahrheiten”,
    sondern IMMER aus eigener, subjektiver Wahrnehmung heraus
    Der Feedbackgeber beschreibt nur seine persönlichen Wahrnehmungen und Beobachtungen, sowie die Gefühle, Empfindungen, Fragen und Überlegungen, die diese in ihm auslösen. Keine Vorwürfe, keine Bewertung, keine Moralisierei. Er ist sich stets bewusst, dass seine Wahrnehmungen und Beobachtungen subjektiv sind und dass er sich irren kann
  • KEINE Verneinungen
    … wenn Dir eine Verneinung auf der Zunge liegt, frage Dich: was will ich statt dessen?
  • Beurteile das “Handeln”, nicht das “Sein”.

Feedback beschreibt eine Wechselwirkung

Fragen, die für den Feedback-Geber interessant sind:

  • Wie genau wirkt mein Gegenüber auf mich?
  • Was löst es in mir aus und was bedeutet das für mich?
  • Kenne ich diese Reaktion auch in anderen Kontexten?
  • Welche eigenen Werte oder Glaubenssätze werden hier eventuell berührt?

Der Feedback-Nehmer könnte sich fragen:

  • Was sagt mir die Mitteilung?
  • Wo Finde ich mich wieder? Wo eher nicht?
  • Weckt die Aussage in mir eine Erkenntnis?
  • Erkenne ich meine Anteile? Bin ich bereit, dafür Verantwortung zu übernehmen?
  • Wo bemerke ich starke Reaktionen? Will ich etwas mit aller Gewalt nicht wahrhaben?

(vgl. Irene Klein Methodenpool der Uni Köln)

Ablauf (Kurzfassung):

Feedbackgeber:

  • Was hast Du an Positivem beobachtet?
    Was hat Dir gefallen?
    Was hat es in Dir ausgelöst?
    (hierbei wird nicht nur der Feedback-Empfänger in einen wohlwollenden Zustand gebracht, viel wichtiger: Du selbst veränderst Deine Wahrnehmung bezüglich des Angesprochenen – die Chance für ein wirklich konstruktives Feedback steigt bei beiden Teilnehmern)
  • Was hast Du an Negativem beobachtet?
    Was hat Dich gestört?
    Was hat es in Dir ausgelöst?
    Äußere es respektvoll!
  • Was wünschst Du Dir für die Zukunft vom Feedbacknehmer?
  • Bedanke Dich bei ihm.

Feedbacknehmer:

  • Bedankt sich am Ende. Keine Kommentare. Später vielleicht.

Es macht Sinn, den Ablauf öfter zu üben – was anfangs noch etwas gestelzt wirken mag, wird mit steigender Übung…. geschmeidig :)

edit(h) sagt: wir ändern es, bis es annährend perfekt erscheint ;) 

“Leadership is over-glorified.”

Damit ich sagen kann, ich hätte heute ein bisschen studiert:

Den Text zum Nachlesen und viele andere Ideen gibt´s bei Derek Sivers

Probleme wegSperren ?

Bitte lesen:

Gegen Placebo-Gesetze:
Warum Netzsperren sinnlos und gefährlich sind

Mario Sixtus , 30.03.10

auf dem ZDF-Blog “Kennzeichen digital”

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