Die Ergebnisse der Studie “Kunst ist Geschmackssache…”
darf ich leider nicht bloggen. Die Uni hatte keine Einwände, vereinzelte Mitglieder der Projektgruppe dafür umso mehr.
Also nur eine kurze Info für alle interessierten Teilnehmer:
Die Sache mit dem Kunstgeschmack war eigentlich nur als Coverstory gedacht…
Goldstein, D. G. and Gigerenzer, G. (2002).
Models of ecological rationality: The recognition heuristic. Psychological Review, 109, 75-90
Tatsächlich untersucht haben wir, ob im Sinne der Rekognitionsheuristik die aus der Einführungsphase (“Geben Sie die Stimmung auf diesem Bild mit einem Adjektiv wieder!”) bekannten Bilder später als die im Rahmen einer (erfundenen) Kunstauktion höher bezahlten Kunstwerke eingeschätzt werden – und ob sich diese Einschätzung durch fingierte Bewertungen ebenfalls erfundener “anderer Ausstellungsbesucher” beeinflussen lässt.
Unsere Annahme war:
“Bei der Einschätzung des Bildwertes zählt die Meinung anderer mehr als die Bekanntheit des Bildes”
Dementsprechend hatte eine Gruppe keine zusätzlichen Hinweise unter den Bildern, eine Gruppe hatte Hinweise, die das bekannte Bild besser bewerteten und in einer anderen Gruppe wurde das unbekannte Bild etwas besser bewertet.
Interessanterweise war nicht zu erkennen, ob die Bekanntheit eines Bildes die Teilnehmer in ihrer Entscheidung beeinflusst hatte. Deshalb konnten wir – obwohl die Bewertungen einen nachweislichen Einfluss auf die Einschätzung des jeweiligen Bildes hatten – unsere Hypothese “Bewertung schägt Bekanntheit” mangels Nachweis einer (Überhaupt-) Anwendung von “Bekanntheit” als Urteilsstrategie nicht wirklich prüfen.
Das Eigenleben der Bilder im Zusammenhang mit einem möglicherweise gar nicht so verschiedenen Geschmack (verschieden war er wohl, der Geschmack, wir haben ihn nur über diverse Randomisierungsaktionen “gleichgeschaltet” , sorry) hat quasi unsere Hypothese gefressen. Tatächlich wurde in fast allen Bildpaaren jeweils das gleiche Bild gewählt, unabhängig davon, ob es das bekannte (b) oder das unbekannte (u) war.
Bildquelle: WorldImages Kiosk der California State University
Die Details muss ich euch leider vorenthalten… hab stattdessen einen Artikel zu Impressionen aus dem betreffenden Forschungspraktikum geschrieben…
“Kunst hat nichts mit Geschmack zu tun.
Kunst ist nicht da, damit man sie schmecke.”
Max Ernst
Testkonstruktion (1) – wie die Bäume langsam zum Wald…
“(1)” … in der Hoffnung, dass ich bis zur Klausur noch einen “Testkonstruktion 2″ – Artikel zustande bringe…
Es zieht sich, weil ich mir (wie immer und grad in StatistikSachen) alles aufmalen muss, damit ich´s verstehe.
… also testet man den Test, der den Test testet, der den Test testet…. ?
1 Grundlagen Testverfahren
Definition, Anwendungsbereiche, Klassifikation, Testtheorie Basics
2 Klassische Testtheorie KTT
Grundannahmen, Axiome, Kritik
3 Testkonstruktion basics
Planung bis Entwurf, Konstruktionsprinzipien
4 Items generieren
Vorgehen, Inhalte, Formate, Aufgabentypen, AFA, CIT
5 Items analysieren
(edit 28.02.11 – Thanks to the Korrekturleser in Sachen Pommes-Umpolung !)
(KTT) Rekodierung, Itemschwierigkeit, Trennschärfe
6 Probabilistische Testtheorie PTT
Grundideen, Messmodelle, diverse Rasch-Modelle, Birnbaum-Modelle, Modelltests
7 Explorative Faktorenanalyse EFA
(edit 05.03.11 – Eigenwert = Spaltensumme der quadrierten Faktorladungen – sorry.)
Spickzettel (mit wesentlichen Zusammenhängen
) , Basics, PCA + PAF, Faktorenextraktion, Faktorenrotation, Muster- + Strukturmatrix
edit 26.09.11 für Fernuni-Hagen-Studenten gibt´s dazu Lernkarten: http://effimz.wordpress.com/
Studie: “Kunst ist Geschmacksache – und die Geschmäcker sind verschieden, ODER?”
Wenn Ihr meine Projektgruppe im empirischen Praktikum unterstützen wollt:
Ich freue mich über zahlreiche Teilnehmer an der oben genannten Studie ![]()
(… dauert nach den ersten Rückmeldungen etwa 20 Minuten)
Hier der allgemeine Link zu Studie: Unipark / Fernuni Hagen
Und hier der Link, über den die Psychologiestudierenden der Fernuni Hagen sich 1,5 Versuchspersonenstunden (in etwa 20 Min^^) “erarbeiten” können:
Virtuelles Labor / PC63
Kritische Anmerkungen und Rückmeldungen jeglicher Art sammele ich gerne als hilfreiche Kommentare unter diesem Artikel – und die Ergebnisse werde ich hier auf dem Blog natürlich auch posten – kann aber März werden.
Danke schon mal an alle, die bereits teilgenommen haben – und an alle die bis zum 9.Januar noch teilnehmen – und natürlich an alle, die die Links weiterschicken oder schon weitergeschickt haben
