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Pflegestützpunkt – Beratung für Eltern mit behinderten Kindern ?
Am Dienstag, dem 13. Juli, werde ich die Gelegenheit haben, in einem Gespräch mit den Mitarbeitern des Pflegestützpunktes Neunkirchen die besonderen Beratungsbedürfnisse und Anliegen von Eltern mit behinderten Kindern anzusprechen.
Die Behindertenbeauftragte der Gemeinde Illingen, Frau Helma Wagner (Lehrerin an einer Sonderschule für Geistigbehinderte), wird mich begleiten.
Und jetzt frage ich Euch, die betroffenen Eltern:
Welche besonderen Probleme und Anliegen,
welche wichtigen Fragen und Anregungen habt Ihr,
die bei dieser Gelegenheit auf jeden Fall zur Sprache kommen sollten ?
So was wie:
- “Auf diese Möglichkeit (Verhinderungspflege, niedrigschwellige Betreuungsangebote, familienentlastender Dienst …) hätte mich ja auch schon mal früher einer hinweisen können!”
- “Das klingt ja alles schön und gut, aber wo finde ich jetzt für mein Kind genau das richtige ?”
- “Die Krankenkasse sagt … – was heißt das für mich ?”
- ….
Schreibt Eure Anregungen, Hinweise, Erfahrungen und Probleme mit anderen Beratungsstellen wie den Kranken- und Pflegekassen, Ideen usw. bitte einfach als Kommentar unter diesen Artikel !
Danke
evi.
(Gerne auch anonym – Eure eMail-Adresse ist übrigens immer nur für mich als Administrator des Blogs sichtbar)
Robbie rennt.
“Dann besorgen Sie sich schon mal gute Laufschuhe
”…
So endet der Übergabe-Bericht der Integrations-Erzieherin anlässlich der Einschulung von Robbie.
Robbie, Autist, taubstumm – er kennt 3 Zeichen: gut, warte, ohweh.
Und er rennt. Aus dem Gruppenraum, vom Spielplatz, auf die Straße, oder einfach weg.
Unrufbar taub, kein Blickkontakt.
Also hinterher rennen – oder festhalten, wenn grade keine Extra-Betreuung zum Rennen abgestellt werden kann.
Pause auf dem Spielplatz:
Robbie rennt.
Ich renne hinterher und bringe ihn zurück.
So kennt er das. Seine Welt funktioniert.
GRENZE:
eingefangen und irgendwohin gezogen werden
Robbie rennt.
Ich renne hinterher und bringe ihn zurück.
Ich behalte ihn an der Hand. Er tobt. Er weint.
Ich halte ihn trotzdem fest. Er beruhigt sich.
Ich lasse ihn los.
Robbie rennt wieder.
Ich renne hinterher und bringe ihn zurück.
Ich halte ihn fest. Er tobt. Er weint.
Ich halte ihn trotzdem fest. Er beruhigt sich.
Er (er)wartet, dass ich ihn loslasse.
Ich halte ihn fest. Er tobt. Er weint.
Ich halte ihn trotzdem fest.
Zum 1. Mal schaut er mich an – mich, das Hindernis *.
(einige andere schauen mich auch an – mich, den Kinderquäler
)
Bis zum Ende der Pause bleibt er an meiner Hand.
Quengelt, beschwert sich, ist still, guckt mich einfach an.
Pause auf dem Spielplatz:
Robbie rennt.
Ich renne hinterher und bringe ihn zurück.
Ich lasse ihn los – und bleibe “auf der Grenze” stehen.
Er schaut mich an.
Ein Schritt vor – ein Blick zu mir. Ich schüttele den Kopf, drohe mit dem Finger.
(nicht lachen, das Zeichen kennt er halt…)
Ein Schritt zurück – ein Blick zu mir. Ich klatsche, Daumen hoch!
Ein Schritt vor – ein Blick zu mir. Ich schüttele den Kopf, drohe mit dem Finger.
Ein Schritt zurück – ein Schritt vor – Schritt zurück – zwei Tippelschritte vor – ein Satz zurück
… er schaut mich an – lacht.
Ein berechenbares “Wenn-Dann” mehr in seiner unberechenbaren Welt.
Mit diesem “Tanzschritt” klären wir noch andere für Robbie bisher unsichtbare – nicht nachvollziehbare, nicht wahrnehmbare – Grenzen, z.B. die Sicherheitszone um die Schaukeln, den Gruppenraum, den Bürgersteig…
Und Robbie rennt. Frei. Bis an die Grenzen.
GRENZE:
frei bewegen dürfen
ohne eingefangen und irgendwohin gezogen zu werden
*Das “Sei ein Hindernis” hab ich von einem Gebüsch gelernt
- aber das ist eine Geschichte, die ich noch nicht aufgeschrieben habe.
Motive
Um das Herz
und den Verstand
eines anderen Menschen
zu verstehen,
schaue nicht darauf,
was er erreicht hat,
sondern wonach er sich sehnt.
Khalil Gibran
- motivation1
Basics, Verhaltensaktivierung, biogene + soziogene Motive – nachbearbeitet am 17.02. - motivation2
Ziele und Motive - motivation3
Motivationstheorien
- ein paar aus vielen, Zuordnung ohne Garantie – da sagt jeder was anderes
Jetzt eins oder später zwei?
Links zum Thema:
- Artikel zum “Anschlussmotivations-Hormon” Oxytocin:
Spiegel online - Hormontherapie für Autisten? - wie Perfektionismus demotiviert:
“Das schlechte Gewissen und der Vergleich mit anderen
treiben immer weiter in die Optimierung -
und gleichzeitig entziehen sie den Mut,
wirklich Außergewöhnliches zu leisten,
weil sie die Latte immer höher hängen.”
Spiegel online /Unispiegel: Optimierungswahn - Geld motiviert:
“Werden Investmentbanker also durch die Aussicht auf hohe Boni
ähnlich konditioniert wie ein Pawlow’scher Hund?”
Stuttgarter Zeitung/Wirtschaft+Finanzen: Ein fetter Bonus wirkt wie Kokain - Extrinsische vs. intrinsische Motivation:
Motivation durch Geld kann auch nach hinten losgehen ->
“Kreative und innovative Tätigkeiten beruhen weitgehend auf intrinsischer Motivation.
Extrinsisch motivierte Mitarbeiter lernen langsamer und weniger intensiv.”
FAZ.NET /Wirtschaft: Was treibt Menschen an?