bildung

Erzieherausbildung an die Hochschule ?

Die Befundlage zur Entwicklung kognitiver und sozioemotionaler Kompetenzen von Kindern unter dem Einfluss „professioneller“ Betreuung ist durchwachsen. In einem kurzen Überblick könnte man zusammenfassen, dass

  • nach wie vor der größte Einfluss vom Elternhaus ausgeht
  • die Qualität der Betreuung aber eine große Rolle spielt

In diesem Zusammenhang und zusätzlich in Anbetracht der steigenden Anforderungen an eine/n Erzieher/in wird die bisherige Berufsausbildung immer mehr in Frage gestellt. Auch in Deutschland wird nun ein Hochschulstudium für ErzieherInnen gefordert, wie es in den meisten europäischen Ländern schon lange üblich ist.

Meine eigene Erfahrungen mit der ErzieherInnenausbildung an einer Fachschule und der nachfolgenden Tätigkeit erst in einem integrativen Kindergarten, dann in einer Schule für Geistigbehinderte und inzwischen freiberuflich neben einem Psychologiestudium:

++ Fachdidaktik:
Davon profitier ich heute noch, nicht nur im Zusammenhang mit erzieherischen Arbeiten.
Über die sehr detaillierten Ausführungen zur Planung und Durchführung von Förderangeboten, die verlangten endlos vielen und langen theoretischen Ausarbeitungen und die nervenaufreibenden praktischen Lehrübungen (mit „fremden“ Versuchskindern) habe ich während der Ausbildung viel geschimpft. Irgendwann hab ich dann gemerkt, dass die daraus gewonnene Routine den Transfer in ähnlichen Situationen mit ähnlichen Anforderungen angenehm erleichtert.
Und was mir damals als „nerviger Kleinkram“ völlig überflüssig und nicht erwähnenswert vorgekommen ist, hat sich später als „Basishandwerk“ bewiesen.
Ein Beispiel von vielen: Während meine damalige Kollegin (Studium der Sonderpädagogik) die Unruhe bei der morgendichen Begrüßungseinheit in der Kuschelecke als „gegeben“ hingenommen hat, hat der versuchsweise eingeführte morgendliche Stuhlkreis mit klaren „Sitzregeln“ (deins, meins, vorne, hinten…) unvermutete Kapazitäten an Aufmerksamkeit freigesetzt.

- Pädagogik:
Hat mir insgesamt wenig geholfen, es wurden mehr Praxis-Konzepte als theoretische Grundlagen geliefert. Ohne theorethische Grundlagen kann man aber Konzepte nicht an die tatsächlichen Gegebenheiten in der speziellen Praxis anpassen. Und ich habe heute noch eine Konzeptallergie…

+- Psychologie:
Naja, da kam gerade genug, um Interesse zu wecken… und trotzdem hatte ich im Vergleich mit den „studierten“ Sonderpädagogen oft den Eindruck, dass die in ihrer Ausbildung von „Entwicklungspsychologie“ oder Sachen wie „Selbstkonzept“ oder „Personenwahrnehmung“ noch weniger bis nichts gehört hatten.
Inzwischen studier ich Psychologie, und mir ist dabei schon einiges begegnet, was mir meine „Erzieherarbeit“ bestimmt wesentlich erleichtert hätte und auch den Kindern, der Elternarbeit,  der Arbeit im Team und nicht zuletzt auch der Selbstreflexion und selbstorganisierten Weiterbildung sicher zugute gekommen wäre:

Zu den Inhalten der Fächer Musikerziehung („Glockenspiel spielen“) und Naturkunde („Blätter sammeln“) äußere ich mich hier lieber nicht :-P

Trotzdem ich mich vage an einen (vom Französischlehrer improvisierten) Unterricht in „Rechtskunde“ erinnern kann, musste ich mir alles wichtige zum Sozialgesetzbuch, möglichen Hilfe- und zusätzlichen Förder- und Betreuungsmaßnahmen, Zuständigkeiten unterschiedlicher Träger, Verfahrensweisen im Verwaltungsdschungel und ähnliches selbst zusammensuchen. Das wird spätestens da echt doof, wo man noch nicht mal weiß, dass es etwas zu suchen gibt. Ich treffe heute noch regelmäßig Erzieher, die z.B. in sonderpädagogischen Einrichtungen arbeiten und noch nie was von „Verhinderungspflege“ , „niedrigschwelligen Betreuungsangeboten“ oder unterschiedlichen Jugendhilfemaßnahmen etwas gehört haben. Das ist vor allem für die Eltern betroffener Kinder einfach schade.

Aus meiner Sicht spricht also einiges für die „Akademisierung der ErzieherInnenausbildung“.
Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass ich ohne die praktischen Inhalte während meiner regulären Erzieherausbildung nicht „an der Front“ zu gebrauchen wäre. Mit am hilfreichsten für den Erzieheralltag fand ich die Tips und Ratschläge erfahrener, i.d.R. “unstudierter” Kollegen.
Allerdings sehe ich auch viele „erfahrene“ Erzieher, die mit den Erfahrungen „von früher“ den Anforderungen von heute nicht mehr gerecht werden können oder wollen und auch keinen Weiterbildungsbedarf sehen… die aus Angst vor Veränderungen gepaart mit einem Mangel an Informationskompetenz und fehlender „Übung“ im wissenschaftlich-kritischen Denken betriebsblind und anachronistisch vor sich hin erziehen…
Dazu kann ich aus eigener Erfahrung berichten: Ein Studium vermittelt nicht nur fachbezogene Inhalte, sondern trainiert auch die eigenen „Erkenntnisaktualisierungsfähigkeiten“. (Das ist eine etwas unbeholfene Formulierung – falls irgendjemand das in wenigen Worten verständlich rüberbringen kann… gerne!)

Insgesamt bin ich der Ansicht, dass ein Studium das Ergebnis  „guter Erzieher“ nicht garantiert, die Chance auf „qualifizierte Betreuung“ jedoch trotzdem erhöht, nicht zuletzt auch deshalb, weil es eine breitere Basis für diverse Weiterbildungen / Spezialisierungen liefert als die Fachschulausbildung.

Meine Meinung: ErzieherInnen sollen studieren (müssen.)

Ein umfassenderes Meinungsbild findet ihr hier – und an dieser Stelle würde mich auch eure Meinung interessieren :-)

Inklusion ? Das ist doch…

von Michael Bruns… das Ding, mit dem die Chefs sonderpädagogischer Einrichtungen ihren Angestellten drohen, wenn diese sich wegen immer mieserer Arbeitsbedingungen beschweren… ?

Hinweis: Die folgenden Ausführungen spiegeln meine persönlichen Eindrücke wider – die externen Links sind natürlich dementsprechend ganz manipulativ-suggestiv eingefügt.

Ich bin über die aktuellen “offiziellen Statements” zum Thema “Inklusion” nicht auf dem Laufenden. Aber was so an “inoffiziellen Meinungen” bei mir ankommt, sieht nicht danach aus, als ob es irgendwelche Informationen an den Emotionen der Betroffenen vorbei geschafft hätten.

Vor allem die Erzieher in den Sonderschulen für Geistigbehinderte haben wohl einfach Angst um ihren Arbeitsplatz – z.T. wird ihnen auch “bei Bedarf” wirklich mit diesen Entwicklungen von wegen Inklusion gedroht.
Da ist vor lauter Druck gar keine Kapazität mehr übrig, um sich mit irgendwelchen Konzepten zur Inklusion zu beschäftigen – das Bild vom armen Behinderten, der in der Regelschule doof und einsam vor sich hinvegetiert, ist aus den Köpfen der Erzieher nicht rauszukriegen. Und das wird an die Eltern genau so weiterkommuniziert und trifft dort genau in die Elternangst.

Für die Eltern ist die “institutionalisierte Ausgrenzung” verständlicherweise weniger bedrohlich als diese Vorstellung vom “individuellen Außenseiter”. Lieber eine (aus)geschlossene statusniedrige Gruppe mit interner Äquivalenz als “Einzelkämpfer”… Interessante Kommentare sind mir da schon untergekommen zu “überehrgeizigen Eltern, die ihre Kinder durch die Regelschule quälen”…

Diese Angst der Eltern hat einen Namen: “Big-Fish-Little-Pond-Effekt” – aber die Argumente auf der anderen Seite sind auch nicht schlecht…
… ein “alter” Artikel dazu:
http://www.zeit.de/2005/50/C-BFLP-Effekt

Kaum einer hat verstanden, dass es hier nicht um “raus aus der Sonderschule, rein ins harte Leben” geht, sondern dass dafür natürlich mehr geändert werden soll als nur die Sonderschulen zu schließen oder die Regelschulen zur Aufnahme von Behinderten zu zwingen.

Klar ist, dass es hier nicht um irgendwelche “Imageprojekte” nach dem Motto “Wir machen ja schon…” gehen kann. Klar ist z.B., dass EIN zusätzlicher Sonderpädagoge noch keine “Inklusionsschule” macht – ich kann die (Regelkinder-)Eltern gut verstehen, die da Einspruch erheben. Mit ihrer unpopulären Entscheidung haben sie ein reines Image-Projekt als solches enttarnt. In diesem Sinn: Was soll das “Böse-Eltern-Geschrei” schon in der Überschrift ?
(Na ja – in den Kommentaren zeigt sich, dass es gewirkt hat…)
http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Eltern-lassen-Behinderten-Projekt-platzen-id16131516.html

Abseits vom “harten Leben” sieht´s aber dann gerne mal so aus: Von der Sonderschule ins (sozial getarnte) Nichts: 25% der “L-Schüler” tauchen nie auf dem Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt auf. Inklusion sollte das ändern, aber:

“…so wie es jetzt im Moment funktioniert, nämlich Inklusion mit null zusätzlichen Ressourcen und mit null zusätzlichen Mitteln, dann ist es einfach nicht möglich, tatsächlich den Kindern gerecht zu werden, egal ob sie behindert sind oder nicht behindert sind.”
http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/archiv/foerderschule/-/id=660334/nid=660334/did=8711604/mz058n/

Angst vor Ausgrenzung auf Elternseite, wirtschaftliche Abhängigkeiten auf Betreuerseite, allgemeiner Geldmangel im Bildungssystem – da kommt man nur schwerlich mit objektiven Informationen durch.

Vielleicht beschäftigen sich die “offiziellen Verhandlungen” auch inzwischen schon längst mit eben diesen Ängsten und Abhängigkeiten – ich bin, wie gesagt, da nicht auf Laufenden. Und ich hab auch nicht den Nerv, mich mit dem offiziellen Kram auseinanderzusetzen… krieg ich ja nämlich fast einen Würgereiz, wenn ein Träger einerseits nett lächelnd irgendwo “Teilhabe”-Buttons verteilt, und andererseits alles auszubremsen versucht, was ihn “Macht und Geld” kosten könnte… igittigitt.

lesenswert an dieser Stelle:
“Die gesamte Branche lebt von der Exklusion. Geldgierige Wohlfahrt”
http://www.taz.de/!74546/

Unter dem wirtschaftlichen Aspekt noch was zu den vieldiskutierten Integrationshelferstunden:

(Diskussion z.B. hier: “Die Schule den Kindern anpassen – nicht umgekehrt!” http://www.macht-bildung.de/?p=1274 )

Interessant wäre, zu wissen, ob das Jugend- (Sozial-?)Amt für alle Intergrationshelferstunden den gleichen Stundensatz bezahlt. Die entsprechenden Stellen in den Institutionen bezahlen jedenfalls sehr unterschiedlich – und für mich hat das schon wiederholt so ausgesehen, als ob dieses “Integrationshelferding” von einigen einfach auch als nette Einkommens- und Arbeitskräftequelle genutzt wird. (Falls das Amt nur bezahlt, was die Integrationshelfer tatsächlich kriegen, vergesst den nächsten Abschnitt )

1. Ich stelle für das Leisten der genehmigten und (von Amt) finanzierten Stunden einen Freiwilligen / Ehrenamtlichen ein (z.B. im Rahmen eines FSJ) – der kostet mich allenfalls einen Apfel und ein Ei, das Geld vom Amt fließt fast komplett… äh… “in die Verwaltung”…

2. Ich bin privater Träger einer G-Schule und biete gleichzeitig einen Integrationshelferdienst an, spare das Einstellen von mehr Personal, und ziehe den Integrationshelfern noch “Verwaltungsgebühr” ab…

Wie gesagt, meine persönlichen Eindrücke mit hinterlistig platzierten Links. Über andere Eindrücke und Meinungen würde ich mich freuen. Hätte echt nichts dagegen, mit vielen meiner Einschätzungen ganz falsch zu liegen.

Foto von  Michael Bruns
lizensiert unter CC BY 2.0

Zur Schulreform in Hamburg und im Saarland – mehr als 140 Zeichen…

ponyQ

Wie Ungleichheit zu Ungleichheit führt: RT @N_Exner: Hamburg: reich wählt, arm nicht. Warum?: http://wp.me/pRkpy-iX #bildung #partizipation

aemaets via buzz
Wenn das jetzt so schlimm ist, dass die Reform in Hamburg gescheitert ist, und wenn die an den “Reichen” gescheitert ist, dann muss man den Reichen doch Dummheit statt ökonomischen Interessen unterstellen – es ist doch klar, wer ganz zum Schluss die mangelnde Bildung in einem Land bezahlt ….

aemaets
besser: wie kann man das ändern ? bestimmt nicht, indem man auf die Reichen schimpft, die ihre demokratischen Rechte wahrnehmen

aemaets
Ich scheitere einfach an den 140 Buchstaben beim Twittern … der tweetet mich nicht, wenn ich so viel schreibe.

ponyQ via buzz
Du meinst – die “Reichen” müssen schließlich später die Sozialleistungen für die Armen bezahlen … und haben trotzdem dagegen gestimmt ? Ich glaub halt nicht, dass alle “Reichen” so differenziert denken… und aus Hamburg kamen schon ganz schön elitäre Kommentare http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama408.html

aemaets via buzz
Ja, aber das Fernsehen sucht sich schon auch die raus, mit denen sich wunderbar polarisieren lässt. Wäre ich in Hamburg, hätte ich vermutlich auch gegen die Reform gestimmt ( so wie ich im Saarland auch gegen das 5. Grundschuljahr bin)

Meine Gründe lassen sich weder twittern noch in einem 2 minütigen Fernsehinterview darlegen, eben weil ich mir die Sache gründlich überlegt habe .

Es ist Blödsinn, den “Gebildeten” (und die sind ja wohl mit den “Reichen” gemeint) zu unterstellen, sie wollten allen anderen Bildung verweigern, um für ihre Sprößlinge einen Vorteil zu haben. Die richtig Reichen lassen sich auf das deutsche Schulsystem ohnehin nicht mehr ein, wozu gibt es private Schulen vor Ort und Internate im Ausland … und jeder, der ein bisschen überlegt ( und vielleicht hat das ja doch der eine oder andere Hamburger getan) weiß, dass wir gut ausgebildete Leute brauchen, um auch den Lebensstandard der “Reichen” ( ab welchem Einkommen reden wir überhaupt ?) halten zu können, dabei muss man gar nicht ans “Bezahlen” denken, unsere Wirtschaft funktioniert schlicht und ergreifend nicht nur mit gut ausgebildeten Gymnasiasten , da gehören mehr und andere dazu.

Unsere Kinder sind “durch” und trotzdem bin ich gegen das 5. Grundschuljahr im Saarland – nicht aus “Standesdünkel”, sondern weil ich die Art, wie die saarländische Regierung Reformen im Bildungsbereich unreflektiert durchpaukt und Zusagen und Versprechungen bricht, seit etlichen Jahren aus nächster Erfahrung kenne – und weil ich denke, sie sollten erst einmal die vielen begonnenen Reformen zu Ende bringen

  • Lehrpläne G8 und Abi-G8 müssten jetzt dringend nach dem ersten G8 Abi an der Realität gemessen d.h. überarbeitet werden, dafür ist keine Zeit, weil jeder die Reform plant
  • Schulbuchausleihe wie bisher hat sich als Quatsch erwiesen, wird auch nix gemacht, weil keine Zeit ist

Das ist die Sicht von Gymnasialseite – nicht weil ich das Gymnasium einseitig bevorzuge, sondern weil ich damit aus eigener Erfahrung einfach besser Bescheid weiß als mit anderen Schulformen – aber ich weiß, dass die Realschulen und Gesamtschulen auch jammern, weil viel begonnen und versprochen wurde und nix richtig zu Ende geführt wurde.

Mir konnte auch noch keiner sagen, ob aus dem G8 dann ein G7 werden soll und wie am Gymnasium der 9 jährige Stoff ( und die Gesamtanzahl der Stunden bleibt ja, weil das von der KMK so vorgeschrieben ist) in 7 Jahren vermittelt werden soll.

Alle weiterführenden Schulen ( auch Gesamtschulen und Realschulen) im Saarland klagen darüber, dass das Bildungsniveau bei den einzelnen Grundschulen zu unterschiedlich sei und es deshalb immer schwieriger würde, die Schüler aus den einzelnen Grundschulen innerhalb eines Schuljahres ( im Gymnasium war das bisher das 5. Schuljahr) auf ein gleiches Niveau zu bringen. Ein Jahr mehr Grundschule wird das nicht besser machen und den weiterführenden Schulen wird das Jahr genommen. Es macht keinen Sinn, einfach nur irgendwo ein Jahr anzuhängen ( Grundschule) oder wegzunehmen ( G 8 Gymnasium) , das ändert nichts an der Qualität des Unterrichts, der Ausbildung der Lehrer usw.

Wenn wir die Grundschule, wie sie bisher ist, um ein Jahr verlängern, lösen wir keine Probleme, wieso soll sich durch ein zusätzliches Jahr irgendetwas verbessern, was in den vorangegangenen 4 Jahren nicht gut gemacht wurde – das ist kein zeitliches Problem, sondern ein inhaltliches.

Warum also nicht mal in allen Schulformen inhaltliche Verbesserungen anstreben – warum nicht mal das Haus aufräumen und im Innern dringend notwendige Reparaturen vornehmen, anstatt noch einen Schuppen anzubauen ( für ziemlich viel Geld und Zeit, was ja eh hinten und vorne nicht reicht)

so … das wäre nur der Anfang meiner Meinung … kannst du aber gerne bloggen

noch ein Nachtrag:

Ich kenne mich mit dem Hamburger “Schulfrust” nicht aus, aber ich war gerade in Hamburg und da ist mir in nur 3 Tagen aufgefallen, dass Hamburg anscheinend ziemlich viele Privatschulen hat, die werben z.B. in der Hochbahn. Ziemlich viele Privatschulen lassen aber auch die Vermutung zu, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Leistungsfähigkeit der staatlichen Schulen ( und damit in die kommunale Bildungspolitik) sowieso nicht besonders hoch ist – vielleicht haben viele da in den letzten Jahren ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich im Saarland.

Ein ganz anderes strukturelles Argument: wie sieht es denn mit der vielfach geforderten beruflichen Mobilität innerhalb Deutschlands aus, wenn wir Eltern schon in der Grundschulzeit ihrer Kinder ein solches Problem mit auf den Weg geben ? Überall versucht man die Übergänge zu erleichtern ( z.B. Bachelor) und da schafft man unnötigerweise eine solche Hürde.

gebloggt – could be continued

(Keine) Politische Partizipation ?

Ich sage:
„Warum soll ich mich für Politik interessieren ?
Politik interessiert sich ja auch nicht für mich.“

Ulrich Commerçon,
Initiator des „Partizipationsprojektes“ MachtBildung, sagt dazu:
„Solange DU Dich nicht für Politik interessierst,
interessiert sie sich nicht für Dich.
Und zwar nur genau so lange,
bis Du Dich doch dafür interessierst.
Das erfordert aber natürlich auch eigene Anstrengung.“

Herr Commerçon,

Sie haben den Eindruck, „dass diese Distanz auf beiden Seiten ihre Ursache hat.“
Nachdem ich mehrmals (vergeblich) versucht habe, „den Politikern“ großzügig alle Ursachen dieser Distanz zuzuschreiben, glaube ich, inzwischen langsam zu verstehen, was Sie so deutlich vielleicht nicht sagen wollten:

Warum soll sich die Politik für dich interessieren ?
Du interessierst dich ja auch nicht für die Politik.

Nicht ganz. Eher so: “Wie kann sich die Politik denn für Dich interessieren, wenn Du nicht deutlich machst, was Du von ihr erwartest.”

? Wie erleben Sie als „partizipationswilliger“ Politiker die Partizipationswilligkeit und auch die Partizipationsfähigkeit bwz. tatsächliche Partizipation der Bürger ?

Ich erlebe das sehr unterschiedlich und halte nichts von pauschalen Bewertungen à la: “Die Jugend interessiert sich ja nicht für Politik.” oder: “Die sind politik(er)verdrossen.”
Alles in allem mag die Bereitschaft zu politischer Partizipation in Deutschland (erheblich) nachgelassen haben. Allerdings gehört der Ehrlichkeit halber dazu, dass sie in Deutschland seit Beginn der 70-er Jahre auch im europäischen und internationalen Vergleich außerordentlich hoch war.
In den Parteien, aber v.a. auch in (anderen, denn Parteien sind dies ja eigentlich auch) “Bürgerinitiativen”/Verbänden etc. gibt es zum Glück immer noch eine Menge und sehr engagierte Menschen.
Und natürlich finde ich, dass Politik(er) und Parteien auch attraktive Angebote der Partizipation machen sollten. Ich bemühe mich darum jedenfalls, aktuell in der “MachtBildung”-Kampagne, aber auch schon bei der Erarbeitung des Regierungsprogramms im vergangenen Jahr.

Sie nutzen – nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit MachtBildung – die „Macht der SocialMedia“.
?
Stichwort „Sehen und gesehen werden“ :
Mit welchen Zielen haben Sie sich ins web2.0 begeben ?

Nun, am Anfang stand eher meine spielerische Neugierde; klar: und natürlich so ein bisschen auch “Obamania” bzw. die Überlegung, mal zu schauen, wie sich das web2.0 für den Wahlkampf nutzen lässt. Ich wollte halt mal sehen, ob es bspw. sinnvoll ist, den Spitzenkandidaten Heiko Maas mit einem Twitteraccount auf die Leute loszulassen. Dass ich dann recht schnell so viel Aufmerksamkeit auf mich gezogen habe, hat mich dann überrascht. Und dann kam der Zufall dazu, dass mich eine wegen einer störenden Baustelle auf die Bahn wütende Bloggerin und Twitterin, unsere heißgeliebte und hochverehrte @ApfelMuse dazu verleitet hat, mich um ihr Problem zu kümmern und ihr die entsprechenden Kontakte und Infos zu besorgen…

? Welche Erfahrungen in Sachen „Partizipation“ haben Sie mit Twitter u.ä. bis jetzt gemacht ?

…Dabei entstand ein so guter und spannender Dialog, dass ich merkte: Mensch, da sind ja die Menschen, die auch wirklich was von Dir wissen wollen. Das ist ja fast so etwas wie ein “Infostand des 21. Jahrhunderts”.
Auch @ApfelMuse schien das so zu gefallen, dass ein Politiker das mal Ernst nimmt und sich kümmert, dass sie mich weiter empfohlen hat, sodass ich nicht nur immer mehr Follower bekam, sondern auch extrem viele Anfragen aus den Communities zu politischen Alltagsproblemen.

? Haben diese Erfahrungen ihre Ziele verändert ?

Die Ziele nicht, aber sicher die Denkweise und die Methoden. Und vielleicht ist ein Ziel verstärkt worden oder mir bewusster oder auch von einem Mittel zum Ziel geworden: Partizipation selbst. Ok. Und die extrem hohe Bedeutung von Partizipation im demokratischen Prozess war nicht mehr nur noch theoretisch, sondern plötzlich ganz praktisch erfahrbar.

Partizipation ist weder an einen Parteieintritt gebunden noch auf ein Kreuzchen auf einem Wahlzettel beschränkt.
?
Welche Wege zur Partizipation möchten Sie beiden Seiten – Bürgern und Politikern – zum Abschluss noch einmal als „niedrigschwelligen Einstieg“ ans Herz legen ?

Da muss jedeR ihren/seinen eigenen Weg finden und wählen, was am besten zu den eigenen Vorstellungen passt. Ich persönlich kann den vielfältigen Möglichkeiten, die das Web2.0 bietet eine Menge abgewinnen und empfehle allen KollegInnen, die auch Freude daran haben, diese Kontaktmöglichkeiten nicht zu unterschätzen.
Twitter ist dabei mein persönlicher Favorit, weil es flexibel, spontan, geistreich und witzig ist und weil dort echte Kommunikationsjunkies unterwegs sind, die selbst wieder stark vernetzt sind und Meinung sehr dauerhaft beeinflussen.
Allerdings: Den unmittelbaren “körperlichen” Kontakt möchte ich darüber hinaus nicht missen. Authentischer als im R(eal)L(ife) geht es halt doch (noch!?) nicht ;-)

Den interessierten BürgerInnen sage ich eigentlich das gleiche: Macht es, wie es Euch gefällt.
Aber macht es! Bombardiert uns mit Mails, twittert uns voll, schreibt Briefe, bittet um persönliche Gespräche, kommt in Veranstaltungen, werdet in Bürgerinitiativen aktiv und geht in Parteien, übernehmt Funktionen, kandidiert für Mandate…

… ach ja: Und zuallererst schreibt Ihr alle mal schön brav Kommentare auf  http://www.macht-bildung.de und schickt die Webadresse mal an Euer Adressbuch, verlinkt sie auf Eurer HP und twittert Hashtag: #MachtBildung :-)

Ansonsten fragt Ihr am besten @ponyQ, die weiß, wie’s geht.

Tatsächlich redet ponyQ ja eigentlich gar nicht mit Politikern ^^… und deshalb dann doch noch eine Nach-Frage:
Bei MachtBildung scheint alles an Wortmeldungen willkommen zu sein – von persönlicher (Einzel-)Betroffenheit bis All-Inklusive-Konzept.
?
War das so gewollt oder hat sich das so ergeben ?

Das war pure Absicht. Wir wollen ja möglichst keine Hemmschwelle einbauen.

? Oder gilt das sogar generell für “Partizipation”: Kann ich (entgegen meiner bisherigen ponyQ-Ansichten, s.o.) davon ausgehen, dass ein “normaler Politiker” bemüht ist, “zwischen den Zeilen” zu lesen ?
Anders formuliert: Wird meine Meinung – und mag sie auch noch so privat, emotional verwickelt und eventuell auch etwas holprig formuliert sein – von einem Politiker auf einer “politisch verwertbaren Ebene” zur Kenntnis und ernst genommen ?

Das ist mir ehrlich gesagt zu pauschal gefragt. Worum “normale Politiker” bemüht sind, weiß ich nicht.

Ich bemühe mich; und die meisten meiner KollegInnen auch. Ob ich/wir allerdings auf einer nach dem jeweiligen Geschmack “politisch verwertbaren Ebene” agieren, stelle ich mal anheim ;-)

Im Ernst: In meiner Fraktion wird jeder Versuch der Kontaktaufnahme, Meinungsäußerung o.ä. nicht nur zur Kenntnis, sondern auch zum Anlass für eine Antwort genommen.

… wie man hier lesen kann ;)   Danke !


Lasst den Kindern ihren Willen!

Wie wir gleichWERTig mit gleichberechtigt verwechseln
und unseren Kindern damit ihre (Selbst)WERTE ab-erziehen

Kind: “Ich will nicht”
Erwachsener: “Aber du sollst wollen! – Du muss doch einsehen dass….
also will gefälligst, was ich will! ”

partnerschaftlich diskutieren

“Scheindiskussionen und Überdisziplinierung in der Erziehung
unter dem Aspekt der Moralentwicklung beim Kind
im Hinblick auf demokratische Diskurskompetenz
(und politische Partizipation?)

Piaget sah die moralische Entwicklung des Kindes eng an dessen kognitive Entwicklung gebunden, Kohlbergs Stufenmodell der moralischen Entwicklung geht auf die Ideen von Piaget zurück:

Werte müssen – entsprechend der kognitiven Entwicklung ( = kindgemäß) -  erarbeitet werden. Die Auseinandersetzung mit Gleichberechigten im Prozess des Entdeckens, Verbalisierens und Kommunizierens von Werten wird von beiden „Moralforschern“ als unverzichtbar für die Weiterentwicklung von „äußeren Werten“ (→ heteronome Moral, Orientierung an den positiven oder negativen Konsequenzen einer Handlung aus Respekt vor Autoritäten und Machtverhältnissen) zu „inneren Werten“ (→ autonome Moral, Orientierung an ethischen Prinzipien aus innerer Überzeugung und Einsicht) beschrieben.

Nur ein Diskurs unter „seinesgleichen“ und mit offenem Ausgang lässt dem Kind den notwendigen Raum, sich seiner eigenen Werte bewusst zu werden. Ohne Bewusstsein für seine eigenen „inneren Werte“ entwickelt es kein Bewusstsein für die „inneren Werte“ von anderen – es kann keinen Wechsel der sozialen Perspektive vollziehen. Fehlt diese Fähigkeit zum Perspektivwechsel, dann fehlt die Basis für gegenseitigen Respekt…

jugend heute

“Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.
Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.
Sie widersprechen ihren Eltern schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.”

Sokrates
(470 – 399 v. Chr.)

Mein Eindruck:  Wir überfordern die Kinder mit Scheindiskussionen.

„Mein Wert“ mag ein „innerer Wert“ sein – zumindest halt ich ihn ja dafür^^ – für das Kind bleibt er „dein Wert“, die Vorstellung eines Erwachsenen, etwas, das von außen an es herangetragen wird… eine Forderung, die unabhängig von seiner „Einsichtigkeit“ durchgesetzt werden wird…

Das gutgemeinte „partnerschaftliche“ Diskutieren – gedacht zur Unterstützung der moralischen Entwicklung und Diskurskompetenz im Rahmen von demokratischem Denken und Partizipation – bewirkt in dafür ungeeigneten Situationen genau das Gegenteil.

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“
Afrikanisches Sprichwort

Ich verlange von einem Kind „Einsicht“ in meine Forderung. Angesichts der Tatsache, dass es die zu dieser Einsicht notwendigen kognitiven Fähigkeiten erst noch entwickeln muss, stellt sich die (meiner Meinung nach etwas peinliche) Frage:

Wieso bin ich als Erwachsener eigentlich so scharf auf die Bestätigung meiner Werte
- durch ein Kind? *kopfkratz*
(weil ich mir meiner Werte selbst nicht sicher bin ?? )

Meine Erwartung „Das musst du doch einsehen!“ überfordert das Kind. Ich werte seine eigenen Ideen, seinen Willen, seine Erfahrungen und Bedürfnisse und viel zu oft auch gedankenlos sein ganzes Selbst ( = den Menschen „Kind“ ) in solchen (Schein-)Diskussionen ab. Das Kind ist in dieser Situation nun mal nicht gleichberechtigt, sondern kognitiv und emotional unterlegen.

Deshalb nenn ich das auch eine Scheindiskussion: Der Überlegene beweist dem Unterlegenen, dass dieser „falsch“ denkt.

Wie fühlt Ihr euch, wenn der Chef sagt: „Ich hab die besseren Argumente, du bist nur zu doof, um das einzusehen“?

Fatal: Für ein Kind sind (falsch) Denken und (falsch) Fühlen noch EINS.
Noch fataler: Für ein Kind sind (falsch) Fühlen und (falsch) Sein noch EINS.

Das Kind lernt in einer solchen Diskussion:

Ich bin falsch.

Scolded

= Unsicherheit, Selbstzweifel, ein vermindertes Selbstwertgefühl, Frustration…
mit der Reaktion: Vermeidungsverhalten (Null Bock) oder Aggression.
(deshalb müssen uneinsichtige Kinder oft in eine Therapie)

Das Kind entwickelt die Einstellung:

selbstwertWenn ich falsch bin,
sind meine „inneren Werte“ falsch.
Ich will nicht falsch sein.
Also übernehm ich sicherheitshalber die „äußeren Werte“, die andere mir vorschlagen.
Dann merkt zumindest niemand,
dass ich falsch bin.

Das scheint in diesem Moment eine gute Lösung für alle Beteiligten – Erwachsene und Kinder – zu sein.

Blöd nur , wenn aus diesem Kind dann ein Teenager wird, der sich zunehmend dem Einfluss „vernünftiger“ Erziehungspersonen entzieht und sich auf der Suche nach Werten an eventuell weniger vernünftigen Peergroups und Medien orientiert.

Stichworte:

  • Kiffen macht gleichgültig
  • Ausländer raus
  • Wer xyz macht /hat /ist, ist cool
  • ……

Da findet „Kind“ dann entsprechend seiner Kompensationsstrategien (Vermeidung oder Aggression) sicher etwas passendes…

Also doch lieber autoritär statt partnerschaftlich ? Ein Lob der Disziplin ?

Natürlich können in der Erziehung viele Auseinandersetzungen nicht als echte, partnerschaftliche Diskussionen geführt werden, weil der Ausgang in jedem Fall vom „überlegenen“ Erwachsenen bestimmt wird – im Rahmen seiner Verantwortlichkeit von ihm bestimmt werden MUSS.

„Kinder wollen nicht immer, was sie brauchen“

lese ich grinsend bei Jesper Juul.

In diesem Moment liegt meine Verantwortung gegnüber dem Kind nicht darin, sein Wollen abzuwerten oder seinen Willen zu „disziplinieren“ , sondern darin, ihm „ohne viel Gespräch“ („Das musst du doch einsehen“) das zu geben, was es braucht – auch gegen seinen Willen, aber nicht mit dem Ziel , diesen zu  „zerstören“:

“Du willst das.Es ist okay, das zu wollen.
-  Ich will jenes. Ich trage die Verantwortung, deshalb machst du, was ich will.”

So kann ich dem Kind seinen Willen lassen – auch, wenn ich ihm nicht folge und meinen Willen durchsetze.

schimpfen

Eine in diesem Sinne erfolgreiche Intervention zeigt sich darin,
dass das Kind fürchterlich schimpft und flucht,
während es das tut,
was ICH will… :)

Übrigens weiß ich aus eigener Erfahrung zu berichten, dass auch ein großzügig-demokratisches „Dann mach doch, was du willst“ – gefolgt von einem späteren „Siehste – das hab ich doch gesagt. Hättest du mal bloß auf mich gehört“ nicht wirklich zum Aufbau eines Selbst – Wert – Gefühls beiträgt.

Eltern, Erzieher, Lehrer…

Zu oft geben wir unseren Kindern Antworten, die sie behalten sollen,
anstatt Aufgaben, die sie lösen sollen.
(Roger Lewin, amerikanischer Anthropologe und Wissenschaftsjournalist, geb. 1946)

In unsrer Funktion als „Wertevermittler“ neigen wir vielleicht zu häufig dazu, uns mit zu vielen und in zu viele Diskussionen einzumischen – um die „richtigen“ Werte vorzugeben – und stören damit wichtige Entwicklungsprozesse:

„Ich fürchte, unsere allzu sorgfältige Erziehung liefert uns Zwergobst.“
Georg Christian Lichtenberg

Und ich frage  mich:
Wo und wie und vom wem sollen Kinder unter diesen Umständen soziales Engagement und politische Partizipation lernen ?
(Wie und warum soll ich meine Werte vertreten, wenn ich keine habe ?)

“Demokratie”, so Theodor W. Adorno, “beruht auf der Willensbildung eines jeden Einzelnen, wie sie sich in der Institution der repräsentativen Wahl zusammenfasst. Soll dabei nichts Unvernünftiges resultieren, so sind die Fähigkeit und der Mut des Einzelnen, sich seines Verstandes zu bedienen, vorausgesetzt.” Obwohl bereits lange bekannt ist, dass die Realisierung der Demokratie weniger unter einem Mangel an gutem Willen und demokratischen Werten leidet (weshalb auch die ständigen öffentlichen Appelle, uns auf moralische Werte zu besinnen, an dem Problem vorbeizielen), als vielmehr an einem Mangel. an demokratischen Fähigkeiten, wird immer noch darüber gestritten, erstens, ob die Schule diese Kompetenzen überhaupt fördert bzw. fördern kann,und zweitens, welche pädagogischen Methoden sich dafür eignen.
aus: Prof. Dr. Georg Lind – Moralerziehung als demokratische Bildung

Wir sollten Möglichkeiten zu echten Diskussionen erkennen, bewusst schaffen und nutzen – und dann tatsächlich auch nur in solchen Situationen diskutieren, in denen wir ehrlich bereit und in der Lage sind, ihren Standpunkt offen zu betrachten und uns von ihren Ideen und Argumenten eventuell auch überzeugen zu lassen.

Lasst den Kindern ihren Willen, denn aus dem Wollen werden Werte.

Danke an meine “Co-Autoren im Geiste”:

  • diverse noch unverzogene Kinder,
    die meine pädagogischen Fehlanwendungen mit einem frechen Grinsen quittieren
  • “sture” Downis,
    die Scheindiskussionen konsequent einfach ignorieren
  • sozialwahrnehmungsgestörte Autisten,
    die sich auf diese “Spiele der Erwachsenen” gar nicht einlassen (können)

Please complete:
Wer hat / schreibt noch einen ergänzenden Artikel, der hier verlinkt sein sollte ?
;) So was wie:

  • Keine kompetenten Kinder ohne kompetente Erwachsene (* wink *)
  • “Partizipation braucht Mut derer, die sie zulassen…” (* grins *)
  • Medien- und Informationskompetenz im Mitmach-Web:
    Internet und politische Bildung (@beatnig ?)
  • Demokratie 2010: (Schein-) Partizipation ?
  • “…dass eine demokratische Gesellschaft, um den Rückfall in Diktatur und Barbarei zu verhüten, die Bildung ;)   ihrer Bürger zu fördern habe, koste es, was es wolle.”
    (nach Alexis de Tocqueville ,1805-1859, Historiker und Staatstheoretiker)
  • …. was euch dazu noch einfällt, was euch auf dem Herzen liegt, was ihr ganz anders seht….

gleich

Bilder: http://www.morguefile.com/


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