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	<title> &#187; bildung</title>
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		<title>Erzieherausbildung an die Hochschule ?</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 17:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pädagogik + Psychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Befundlage zur Entwicklung kognitiver und sozioemotionaler Kompetenzen von Kindern unter dem Einfluss „professioneller“ Betreuung ist durchwachsen. In einem kurzen Überblick könnte man zusammenfassen, dass nach wie vor der größte Einfluss vom Elternhaus ausgeht die Qualität der Betreuung aber eine große Rolle spielt In diesem Zusammenhang und zusätzlich in Anbetracht der steigenden Anforderungen an eine/n [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/bM_6u9XKMxs?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Die <a href="http://www.erziehungstrends.de/Kinderbetreuung/Forschungslage" target="_blank">Befundlage zur Entwicklung kognitiver und sozioemotionaler Kompetenzen von Kindern unter dem Einfluss „professioneller“ Betreuung</a> ist durchwachsen. In einem kurzen Überblick könnte man zusammenfassen, dass</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>nach wie vor der größte Einfluss vom Elternhaus ausgeht</li>
<li>die Qualität der Betreuung aber eine große Rolle spielt</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">In diesem Zusammenhang und zusätzlich in Anbetracht der steigenden Anforderungen an eine/n Erzieher/in wird die bisherige Berufsausbildung immer mehr in Frage gestellt. Auch in Deutschland wird nun ein Hochschulstudium für ErzieherInnen gefordert, wie es in den meisten europäischen Ländern schon lange üblich ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine eigene Erfahrungen mit der ErzieherInnenausbildung an einer Fachschule und der nachfolgenden Tätigkeit erst in einem integrativen Kindergarten, dann in einer Schule für Geistigbehinderte und inzwischen freiberuflich neben einem Psychologiestudium:<br />
<strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #0000ff;">++</span> Fachdidaktik: </strong><br />
Davon profitier ich heute noch, nicht nur im Zusammenhang mit erzieherischen Arbeiten.<br />
Über die sehr detaillierten <a href="http://www.eva-maria-vogtel.de/praxis.html" target="_blank">Ausführungen zur Planung und Durchführung von Förderangeboten</a>, die verlangten endlos vielen und langen theoretischen Ausarbeitungen und die nervenaufreibenden praktischen Lehrübungen (mit „fremden“ Versuchskindern) habe ich während der Ausbildung viel geschimpft. Irgendwann hab ich dann gemerkt, dass die daraus gewonnene Routine den Transfer in ähnlichen Situationen mit ähnlichen Anforderungen angenehm erleichtert.<br />
Und was mir damals als „nerviger Kleinkram“ völlig überflüssig und nicht erwähnenswert vorgekommen ist, hat sich später als „Basishandwerk“ bewiesen.<br />
Ein Beispiel von vielen: Während meine damalige Kollegin (Studium der Sonderpädagogik) die Unruhe bei der morgendichen Begrüßungseinheit in der Kuschelecke als „gegeben“ hingenommen hat, hat der versuchsweise eingeführte morgendliche <strong>Stuhlkreis mit klaren „Sitzregeln“</strong> (deins, meins, vorne, hinten&#8230;) unvermutete Kapazitäten an Aufmerksamkeit freigesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #ff0000;">-</span> Pädagogik:</strong><br />
Hat mir insgesamt wenig geholfen, es wurden mehr Praxis-Konzepte als theoretische Grundlagen geliefert. Ohne theorethische Grundlagen kann man aber <a href="http://ac.ht/lc/2009/06/kinder-lernen-aus-den-folgen/" target="_blank">Konzepte nicht an die tatsächlichen Gegebenheiten in der speziellen Praxis</a> anpassen. Und ich habe heute noch eine Konzeptallergie&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #0000ff;">+</span><span style="color: #ff0000;">- </span>Psychologie: </strong><br />
Naja, da kam gerade genug, um Interesse zu wecken&#8230; und trotzdem hatte ich im Vergleich mit den „studierten“ Sonderpädagogen oft den Eindruck, dass die in ihrer Ausbildung von „Entwicklungspsychologie“ oder Sachen wie „Selbstkonzept“ oder „Personenwahrnehmung“ noch weniger bis nichts gehört hatten.<br />
Inzwischen studier ich Psychologie, und mir ist dabei schon einiges begegnet, was mir meine „Erzieherarbeit“ bestimmt wesentlich erleichtert hätte und auch den Kindern, der Elternarbeit,  der Arbeit im Team und nicht zuletzt auch der Selbstreflexion und selbstorganisierten Weiterbildung sicher zugute gekommen wäre:</p>
<ul>
<li>aus der Pädagogischen Psychologie z.B.: <a href="http://ac.ht/lc/2010/06/lasst-den-kindern-ihren-willen/" target="_blank">Erziehungsstile und Auswirkungen</a> – autoritär, nachgiebig, gleichgültig, autoritativ …</li>
<li>aus der Sozialpsychologie: Innergruppenverhalten und Intergruppenkonflikte</li>
<li>aus der Entwicklungspsychologie: <a href="http://ac.ht/lc/2010/09/lieber-gott-bitte-mach-die-bosen-menschen-gut/" target="_blank">Moralentwicklung</a></li>
<li>allgemein: <a href="http://ac.ht/lc/2009/04/vom-konkreten-zum-abstrakten/" target="_blank">Lerntheorien</a>, Kommunikationskompetenz, Informationsverarbeitung, <a href="http://ac.ht/lc/2010/03/internet-macht-dumm/" target="_blank">Informations- und Medienkompetenz</a>, kritisches Denken</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Zu den Inhalten der Fächer <strong>Musikerziehung</strong> („Glockenspiel spielen“) und Naturkunde („Blätter sammeln“) äußere ich mich hier lieber nicht <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem ich mich vage an einen (vom Französischlehrer improvisierten) <strong>Unterricht in „Rechtskunde“ </strong>erinnern kann, musste ich mir alles wichtige zum Sozialgesetzbuch, möglichen Hilfe- und zusätzlichen Förder- und Betreuungsmaßnahmen, Zuständigkeiten unterschiedlicher Träger, Verfahrensweisen im Verwaltungsdschungel und ähnliches selbst zusammensuchen. Das wird spätestens da echt doof, wo man noch nicht mal weiß, dass es etwas zu suchen gibt. Ich treffe heute noch regelmäßig Erzieher, die z.B. in sonderpädagogischen Einrichtungen arbeiten und noch nie was von „Verhinderungspflege“ , <a href="http://ac.ht/lc/2010/05/niedrigschwellige-betreuungsangebote-zwischen-profit-ehrenamt-und-krankenkasse/" target="_blank">„niedrigschwelligen Betreuungsangeboten“</a> oder unterschiedlichen <a href="http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=110536.html" target="_blank">Jugendhilfemaßnahmen</a> etwas gehört haben. Das ist vor allem für die Eltern betroffener Kinder einfach schade.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus meiner Sicht spricht also einiges für die „Akademisierung der ErzieherInnenausbildung“.<br />
Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass ich ohne die praktischen Inhalte während meiner regulären Erzieherausbildung nicht „an der Front“ zu gebrauchen wäre. <strong>Mit am hilfreichsten für den Erzieheralltag fand ich die Tips und Ratschläge erfahrener, i.d.R. &#8220;unstudierter&#8221; Kollegen</strong>.<br />
Allerdings sehe ich auch viele „erfahrene“ Erzieher, die mit den Erfahrungen „von früher“ den Anforderungen von heute nicht mehr gerecht werden können oder wollen und auch keinen Weiterbildungsbedarf sehen&#8230; die aus Angst vor Veränderungen gepaart mit einem Mangel an Informationskompetenz und fehlender „Übung“ im wissenschaftlich-kritischen Denken betriebsblind und anachronistisch vor sich hin erziehen&#8230;<br />
Dazu kann ich aus eigener Erfahrung berichten: Ein Studium vermittelt nicht nur fachbezogene Inhalte, sondern trainiert auch die eigenen „Erkenntnisaktualisierungsfähigkeiten“. (Das ist eine etwas unbeholfene Formulierung – falls irgendjemand das in wenigen Worten verständlich rüberbringen kann&#8230; gerne!)</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt bin ich der Ansicht, dass ein Studium das Ergebnis  „guter Erzieher“ nicht garantiert, die Chance auf „qualifizierte Betreuung“ jedoch trotzdem erhöht, nicht zuletzt auch deshalb, weil es eine breitere Basis für diverse Weiterbildungen / Spezialisierungen liefert als die Fachschulausbildung.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Meinung: ErzieherInnen sollen studieren (müssen.)</p>
<p style="text-align: justify;">Ein umfassenderes Meinungsbild findet ihr<a href="http://eventualpsychologie.de/?p=352" target="_blank"> hier &#8211; und an dieser Stelle würde mich auch eure Meinung interessieren</a> <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Inklusion ? Das ist doch&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 12:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; das Ding, mit dem die Chefs sonderpädagogischer Einrichtungen ihren Angestellten drohen, wenn diese sich wegen immer mieserer Arbeitsbedingungen beschweren&#8230; ? Hinweis: Die folgenden Ausführungen spiegeln meine persönlichen Eindrücke wider &#8211; die externen Links sind natürlich dementsprechend ganz manipulativ-suggestiv eingefügt. Ich bin über die aktuellen &#8220;offiziellen Statements&#8221; zum Thema &#8220;Inklusion&#8221; nicht auf dem Laufenden. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2012/01/inklusion.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2455" title="inklusion" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2012/01/inklusion-600x600.jpg" alt="von Michael Bruns" width="194" height="194" /></a>&#8230; das Ding, mit dem die Chefs sonderpädagogischer Einrichtungen ihren Angestellten drohen, wenn diese sich wegen immer mieserer Arbeitsbedingungen beschweren&#8230; ?<br />
</strong></p>
<address>Hinweis: Die folgenden Ausführungen spiegeln meine persönlichen Eindrücke wider &#8211; die externen Links sind natürlich dementsprechend ganz manipulativ-suggestiv eingefügt.</address>
<p>Ich bin über die aktuellen &#8220;offiziellen Statements&#8221; zum Thema &#8220;Inklusion&#8221; nicht auf dem Laufenden. Aber was so an <strong>&#8220;inoffiziellen Meinungen&#8221;</strong> bei mir ankommt, sieht nicht danach aus, als ob es irgendwelche Informationen an den Emotionen der Betroffenen vorbei geschafft hätten.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor allem die Erzieher in den Sonderschulen für Geistigbehinderte haben wohl einfach <strong>Angst um ihren Arbeitsplatz</strong> &#8211; z.T. wird ihnen auch &#8220;bei Bedarf&#8221; wirklich mit diesen Entwicklungen von wegen Inklusion gedroht.<br />
Da ist vor lauter Druck gar keine Kapazität mehr übrig, um sich mit irgendwelchen Konzepten zur Inklusion zu beschäftigen &#8211; das Bild vom armen Behinderten, der in der Regelschule doof und einsam vor sich hinvegetiert, ist aus den Köpfen der Erzieher nicht rauszukriegen. Und das wird an die Eltern genau so weiterkommuniziert und trifft dort genau in die <strong>Elternangst</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Eltern ist die &#8220;institutionalisierte Ausgrenzung&#8221; verständlicherweise weniger bedrohlich als diese Vorstellung vom &#8220;individuellen Außenseiter&#8221;. Lieber eine (aus)geschlossene statusniedrige Gruppe mit interner Äquivalenz als &#8220;Einzelkämpfer&#8221;&#8230; Interessante Kommentare sind mir da schon untergekommen zu &#8220;überehrgeizigen Eltern, die ihre Kinder durch die Regelschule quälen&#8221;&#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #808080;">Diese Angst der Eltern hat einen Namen: <strong>&#8220;Big-Fish-Little-Pond-Effekt&#8221;</strong> &#8211; aber die Argumente auf der anderen Seite sind auch nicht schlecht&#8230;<br />
&#8230; ein &#8220;alter&#8221; Artikel dazu:</span> <a href="http://www.zeit.de/2005/50/C-BFLP-Effekt" target="_blank">http://www.zeit.de/2005/50/C-BFLP-Effekt</a></p>
<p style="text-align: justify;">Kaum einer hat verstanden, dass es hier nicht um &#8220;raus aus der Sonderschule, rein ins harte Leben&#8221; geht, sondern dass dafür natürlich mehr geändert werden soll als nur die Sonderschulen zu schließen oder die Regelschulen zur Aufnahme von Behinderten zu zwingen.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #808080;">Klar ist, dass es hier <strong>nicht um irgendwelche &#8220;Imageprojekte&#8221;</strong> nach dem Motto &#8220;Wir machen ja schon&#8230;&#8221; gehen kann. Klar ist z.B., dass EIN zusätzlicher Sonderpädagoge noch keine &#8220;Inklusionsschule&#8221; macht &#8211; ich kann die (Regelkinder-)Eltern gut verstehen, die da Einspruch erheben. Mit ihrer unpopulären Entscheidung haben sie ein reines Image-Projekt als solches enttarnt. In diesem Sinn: Was soll das &#8220;Böse-Eltern-Geschrei&#8221; schon in der Überschrift ?<br />
(Na ja &#8211; in den Kommentaren zeigt sich, dass es gewirkt hat&#8230;)</span> <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Eltern-lassen-Behinderten-Projekt-platzen-id16131516.html" target="_blank">http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Eltern-lassen-Behinderten-Projekt-platzen-id16131516.html</a></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #808080;">Abseits vom &#8220;harten Leben&#8221; sieht´s aber dann gerne mal so aus: Von der Sonderschule ins (sozial getarnte) Nichts: 25% der &#8220;L-Schüler&#8221; tauchen nie auf dem Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt auf. <strong>Inklusion sollte das ändern, aber:</strong><br />
</span> <em><span style="color: #808080;"><br />
&#8220;&#8230;so wie es jetzt im Moment funktioniert, nämlich Inklusion mit null zusätzlichen Ressourcen und mit null zusätzlichen Mitteln, dann ist es einfach nicht möglich, tatsächlich den Kindern gerecht zu werden, egal ob sie behindert sind oder nicht behindert sind.&#8221;</span> </em><a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/archiv/foerderschule/-/id=660334/nid=660334/did=8711604/mz058n/" target="_blank">http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/archiv/foerderschule/-/id=660334/nid=660334/did=8711604/mz058n/</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Angst vor Ausgrenzung auf Elternseite, wirtschaftliche Abhängigkeiten auf Betreuerseite, allgemeiner Geldmangel im Bildungssystem &#8211; da kommt man nur schwerlich mit objektiven Informationen durch.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht beschäftigen sich die &#8220;offiziellen Verhandlungen&#8221; auch inzwischen schon längst mit eben diesen Ängsten und Abhängigkeiten &#8211; ich bin, wie gesagt, da nicht auf Laufenden. Und ich hab auch nicht den Nerv, mich mit dem offiziellen Kram auseinanderzusetzen&#8230; krieg ich ja nämlich fast einen Würgereiz, wenn ein Träger einerseits <a href="http://www.lebenshilfe-werk.de/aktuell/detaild.asp?EintragID=823" target="_blank">nett lächelnd irgendwo &#8220;Teilhabe&#8221;-Buttons verteilt</a>, und andererseits alles auszubremsen versucht, was ihn &#8220;Macht und Geld&#8221; kosten könnte&#8230; igittigitt.</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #808080;">lesenswert an dieser Stelle:<br />
&#8220;Die gesamte Branche lebt von der Exklusion. Geldgierige Wohlfahrt&#8221;</span> <a href="http://www.taz.de/!74546/" target="_blank">http://www.taz.de/!74546/</a></p>
<p style="text-align: justify;">Unter dem wirtschaftlichen Aspekt noch was zu den <strong>vieldiskutierten Integrationshelferstunden</strong>:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>(Diskussion z.B. hier: &#8220;Die Schule den Kindern anpassen – nicht umgekehrt!&#8221;</em> <a href="http://www.macht-bildung.de/?p=1274 " target="_blank">http://www.macht-bildung.de/?p=1274 </a>)</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #808080;">Interessant wäre, zu wissen, ob das Jugend- (Sozial-?)Amt für alle Intergrationshelferstunden den gleichen Stundensatz bezahlt. Die entsprechenden Stellen in den Institutionen bezahlen jedenfalls sehr unterschiedlich &#8211; und für mich hat das schon wiederholt so ausgesehen, als ob dieses &#8220;Integrationshelferding&#8221; von einigen einfach auch als nette Einkommens- und Arbeitskräftequelle genutzt wird. (Falls das Amt nur bezahlt, was die Integrationshelfer tatsächlich kriegen, vergesst den nächsten Abschnitt )</span></p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><span style="color: #808080;">1. Ich stelle für das Leisten der genehmigten und (von Amt) finanzierten Stunden einen Freiwilligen / Ehrenamtlichen ein (z.B. im Rahmen eines FSJ) &#8211; der kostet mich allenfalls einen Apfel und ein Ei, das Geld vom Amt fließt fast komplett&#8230; äh&#8230; &#8220;in die Verwaltung&#8221;&#8230;</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #888888;">2. Ich bin privater Träger einer G-Schule und biete gleichzeitig einen Integrationshelferdienst an, spare das Einstellen von mehr Personal, und ziehe den Integrationshelfern noch &#8220;Verwaltungsgebühr&#8221; ab&#8230;</span></p>
<p style="text-align: justify;">Wie gesagt, meine persönlichen Eindrücke mit hinterlistig platzierten Links. Über andere Eindrücke und Meinungen würde ich mich freuen. Hätte echt nichts dagegen, mit vielen meiner Einschätzungen ganz falsch zu liegen.</p>
<p>Foto von  <a href="http://www.flickr.com/photos/hailippe/6234820835/" target="_blank">Michael Bruns</a><br />
lizensiert unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank">CC BY 2.0</a></p>
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		<title>Zur Schulreform in Hamburg und im Saarland &#8211; mehr als 140 Zeichen&#8230;</title>
		<link>http://ac.ht/lc/2010/07/zur-schulreform-in-hamburg-und-im-saarland-mehr-als-140-zeichen/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 12:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ponyQ Wie Ungleichheit zu Ungleichheit führt: RT @N_Exner: Hamburg: reich wählt, arm nicht. Warum?: http://wp.me/pRkpy-iX #bildung #partizipation aemaets via buzz Wenn das jetzt so schlimm ist, dass die Reform in Hamburg gescheitert ist, und wenn die an den &#8220;Reichen&#8221; gescheitert ist, dann muss man den Reichen doch Dummheit statt ökonomischen Interessen unterstellen &#8211; es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/ponyQ">ponyQ</a></p>
<blockquote><p>Wie Ungleichheit zu Ungleichheit führt: RT <a href="http://twitter.com/N_Exner">@N_Exner</a>: Hamburg: reich wählt, arm nicht. Warum?: <a href="http://wp.me/pRkpy-iX">http://wp.me/pRkpy-iX</a> #bildung #partizipation</p></blockquote>
<p><strong>aemaets<em> </em></strong><em>via buzz</em><br />
Wenn das jetzt so schlimm ist, dass die Reform in Hamburg gescheitert ist, und wenn die an den &#8220;Reichen&#8221; gescheitert ist, dann muss man den Reichen doch Dummheit statt ökonomischen Interessen unterstellen &#8211; es ist doch klar, wer ganz zum Schluss die mangelnde Bildung in einem Land bezahlt &#8230;.</p>
<p><a href="http://twitter.com/aemaets">aemaets</a><br />
besser: wie kann man das ändern ? bestimmt nicht, indem man auf die Reichen schimpft, die ihre demokratischen Rechte wahrnehmen</p>
<p><a href="http://twitter.com/aemaets">aemaets</a><br />
Ich scheitere einfach an den 140 Buchstaben beim Twittern &#8230; der tweetet mich nicht, wenn ich so viel schreibe.</p>
<p><strong>ponyQ</strong><em> via buzz</em><br />
Du meinst &#8211; die &#8220;Reichen&#8221; müssen schließlich später die Sozialleistungen für die Armen bezahlen &#8230; und haben trotzdem dagegen gestimmt ?  Ich glaub halt nicht, dass alle &#8220;Reichen&#8221; so differenziert denken&#8230; und aus Hamburg kamen schon ganz schön elitäre Kommentare <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama408.html">http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama408.html</a></p>
<p><strong>aemaets</strong><em> via buzz</em><br />
Ja, aber das Fernsehen sucht sich schon auch die raus, mit denen sich wunderbar polarisieren lässt. Wäre ich in Hamburg, hätte ich vermutlich auch gegen die Reform gestimmt ( so wie ich im Saarland auch gegen das 5. Grundschuljahr bin)</p>
<p>Meine Gründe lassen sich weder twittern noch in einem 2 minütigen Fernsehinterview darlegen, eben weil ich mir die Sache gründlich überlegt habe .</p>
<p>Es ist Blödsinn, den &#8220;Gebildeten&#8221; (und die sind ja wohl mit den &#8220;Reichen&#8221; gemeint) zu unterstellen, sie wollten allen anderen Bildung verweigern, um für ihre Sprößlinge einen Vorteil zu haben. Die richtig Reichen lassen sich auf das deutsche Schulsystem ohnehin nicht mehr ein, wozu gibt es private Schulen vor Ort und Internate im Ausland &#8230; und jeder, der ein bisschen überlegt ( und vielleicht hat das ja doch der eine oder andere Hamburger getan) weiß, dass wir gut ausgebildete Leute brauchen, um auch den Lebensstandard der &#8220;Reichen&#8221; ( ab welchem Einkommen reden wir überhaupt ?) halten zu können, dabei muss man gar nicht ans &#8220;Bezahlen&#8221; denken, unsere Wirtschaft funktioniert schlicht und ergreifend nicht nur mit gut ausgebildeten Gymnasiasten , da gehören mehr und andere dazu.</p>
<p>Unsere Kinder sind &#8220;durch&#8221; und trotzdem bin ich gegen das 5. Grundschuljahr im Saarland &#8211; nicht aus &#8220;Standesdünkel&#8221;, sondern weil ich die Art, wie die saarländische Regierung Reformen im Bildungsbereich unreflektiert durchpaukt und Zusagen und Versprechungen bricht, seit etlichen Jahren aus nächster Erfahrung kenne &#8211; und weil ich denke, sie sollten erst einmal die vielen begonnenen Reformen zu Ende bringen</p>
<ul>
<li>Lehrpläne G8 und Abi-G8 müssten jetzt dringend nach dem ersten G8 Abi an der Realität gemessen d.h. überarbeitet werden, dafür ist keine Zeit, weil jeder die Reform plant</li>
<li>Schulbuchausleihe wie bisher hat sich als Quatsch erwiesen, wird auch nix gemacht, weil keine Zeit ist</li>
</ul>
<p>Das ist die Sicht von Gymnasialseite &#8211; nicht weil ich das Gymnasium einseitig bevorzuge, sondern weil ich damit aus eigener Erfahrung einfach besser Bescheid weiß als mit anderen Schulformen &#8211; aber ich weiß, dass die Realschulen und Gesamtschulen auch jammern, weil viel begonnen und versprochen wurde und nix richtig zu Ende geführt wurde.</p>
<p>Mir konnte auch noch keiner sagen, ob aus dem G8 dann ein G7 werden soll und wie am Gymnasium der 9 jährige Stoff ( und die Gesamtanzahl der Stunden bleibt ja, weil das von der KMK so vorgeschrieben ist) in 7 Jahren vermittelt werden soll.</p>
<p>Alle weiterführenden Schulen ( auch Gesamtschulen und Realschulen) im Saarland klagen darüber, dass das Bildungsniveau bei den einzelnen Grundschulen zu unterschiedlich sei und es deshalb immer schwieriger würde, die Schüler aus den einzelnen Grundschulen innerhalb eines Schuljahres ( im Gymnasium war das bisher das 5. Schuljahr) auf ein gleiches Niveau zu bringen. Ein Jahr mehr Grundschule wird das nicht besser machen und den weiterführenden Schulen wird das Jahr genommen. Es macht keinen Sinn, einfach nur irgendwo ein Jahr anzuhängen ( Grundschule) oder wegzunehmen ( G 8 Gymnasium) , das ändert nichts an der Qualität des Unterrichts, der Ausbildung der Lehrer usw.</p>
<p>Wenn wir die Grundschule, wie sie bisher ist, um ein Jahr verlängern, lösen wir keine Probleme, wieso soll sich durch ein zusätzliches Jahr irgendetwas verbessern, was in den vorangegangenen 4 Jahren nicht gut gemacht wurde &#8211; das ist kein zeitliches Problem, sondern ein inhaltliches.</p>
<p>Warum also nicht mal in allen Schulformen inhaltliche Verbesserungen anstreben &#8211; warum nicht mal das Haus aufräumen und im Innern dringend notwendige Reparaturen vornehmen, anstatt noch einen Schuppen anzubauen ( für ziemlich viel Geld und Zeit, was ja eh hinten und vorne nicht reicht)</p>
<p>so &#8230; das wäre nur der Anfang meiner Meinung &#8230; kannst du aber gerne bloggen</p>
<p>noch ein Nachtrag:</p>
<p>Ich kenne mich mit dem Hamburger &#8220;Schulfrust&#8221; nicht aus, aber ich war gerade in Hamburg und da ist mir in nur 3 Tagen aufgefallen, dass Hamburg anscheinend ziemlich viele Privatschulen hat, die werben z.B. in der Hochbahn. Ziemlich viele Privatschulen lassen aber auch die Vermutung zu, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Leistungsfähigkeit der staatlichen Schulen ( und damit in die kommunale Bildungspolitik) sowieso nicht besonders hoch ist &#8211; vielleicht haben viele da in den letzten Jahren ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich im Saarland.</p>
<p>Ein ganz anderes strukturelles Argument: wie sieht es denn mit der vielfach geforderten beruflichen Mobilität innerhalb Deutschlands aus, wenn wir Eltern schon in der Grundschulzeit ihrer Kinder ein solches Problem mit auf den Weg geben ? Überall versucht man die Übergänge zu erleichtern ( z.B. Bachelor) und da schafft man unnötigerweise eine solche Hürde.</p>
<p>gebloggt &#8211; could be continued</p>
]]></content:encoded>
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		<title>(Keine) Politische Partizipation ?</title>
		<link>http://ac.ht/lc/2010/06/keine-politische-partizipation/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 19:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich sage: „Warum soll ich mich für Politik interessieren ? Politik interessiert sich ja auch nicht für mich.“ Ulrich Commerçon, Initiator des „Partizipationsprojektes“ MachtBildung, sagt dazu: „Solange DU Dich nicht für Politik interessierst, interessiert sie sich nicht für Dich. Und zwar nur genau so lange, bis Du Dich doch dafür interessierst. Das erfordert aber natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sage:<br />
<strong>„Warum soll ich mich für Politik interessieren ?<br />
Politik interessiert sich ja auch nicht für mich.“</strong></p>
<p>Ulrich Commerçon,<br />
Initiator  des „Partizipationsprojektes“ <a href="http://www.macht-bildung.de/">MachtBildung</a>, sagt dazu:<br />
<strong>„Solange DU Dich nicht für Politik interessierst,<br />
interessiert sie sich nicht für Dich.<br />
Und zwar nur genau so lange,<br />
bis Du Dich doch dafür interessierst.<br />
Das erfordert aber natürlich auch eigene Anstrengung.“ </strong></p>
<h3>Herr Commerçon,</h3>
<p>Sie haben den Eindruck,  <a href="http://ac.ht/lc/2010/06/eigentlich-rede-ich-nicht-mit-politikern/comment-page-1/#comment-246"><strong>„dass diese Distanz auf beiden Seiten ihre Ursache hat.“</strong></a><br />
Nachdem ich mehrmals (vergeblich) versucht habe, „den Politikern“ großzügig alle Ursachen dieser Distanz zuzuschreiben,  glaube ich, inzwischen langsam zu verstehen, was Sie so deutlich vielleicht nicht sagen wollten:<br />
<em> </em></p>
<p><strong><em>Warum soll sich die Politik für dich interessieren ?<br />
Du interessierst dich ja auch nicht für die Politik. </em></strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nicht ganz. Eher so:  &#8220;Wie kann sich die Politik denn für Dich interessieren, wenn Du nicht deutlich machst, was Du von ihr erwartest.&#8221;</p>
<p><span style="color: #ff0000;">? </span> <strong>Wie erleben Sie als „partizipationswilliger“ Politiker die Partizipationswilligkeit und auch die Partizipationsfähigkeit bwz. tatsächliche Partizipation der Bürger ?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich erlebe das sehr unterschiedlich und halte nichts von pauschalen Bewertungen à la: &#8220;Die Jugend interessiert sich ja nicht für Politik.&#8221; oder: &#8220;Die sind politik(er)verdrossen.&#8221;<br />
Alles in allem mag die Bereitschaft zu politischer Partizipation in Deutschland (erheblich) nachgelassen haben. Allerdings gehört der Ehrlichkeit halber dazu, dass sie in Deutschland seit Beginn der 70-er Jahre auch im europäischen und internationalen Vergleich außerordentlich hoch war.<br />
In den Parteien, aber v.a. auch in (anderen, denn Parteien sind dies ja eigentlich auch) &#8220;Bürgerinitiativen&#8221;/Verbänden etc. gibt es zum Glück immer noch eine Menge und sehr engagierte Menschen.<br />
Und natürlich finde ich, dass Politik(er) und Parteien auch attraktive Angebote der Partizipation machen sollten. Ich bemühe mich darum jedenfalls, aktuell in der <a href="http://www.macht-bildung.de/">&#8220;MachtBildung&#8221;</a>-Kampagne, aber auch schon bei der Erarbeitung des Regierungsprogramms im vergangenen Jahr.</p>
<p>Sie nutzen – nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit MachtBildung – die „Macht der SocialMedia“.<span style="color: #ff0000;"><br />
?</span> Stichwort „Sehen und gesehen werden“ :<br />
<strong>Mit welchen Zielen haben Sie sich ins web2.0 begeben ?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nun, am Anfang stand eher meine spielerische Neugierde; klar: und natürlich so ein bisschen auch &#8220;Obamania&#8221; bzw. die Überlegung, mal zu schauen, wie sich das web2.0 für den Wahlkampf nutzen lässt. Ich wollte halt mal sehen, ob es bspw. sinnvoll ist, den Spitzenkandidaten Heiko Maas mit einem Twitteraccount auf die Leute loszulassen. Dass ich dann recht schnell so viel Aufmerksamkeit auf mich gezogen habe, hat mich dann überrascht. Und dann kam der Zufall dazu, dass mich eine wegen einer störenden Baustelle auf die Bahn wütende Bloggerin und Twitterin, unsere heißgeliebte und hochverehrte <a href="http://twitter.com/apfelmuse">@ApfelMuse</a> dazu verleitet hat, mich um ihr Problem zu kümmern und ihr die entsprechenden Kontakte und Infos zu besorgen&#8230;</p>
<p><span style="color: #ff0000;">?</span> <strong>Welche Erfahrungen in Sachen „Partizipation“ haben Sie mit Twitter u.ä. bis jetzt gemacht ?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8230;Dabei entstand ein so guter und spannender Dialog, dass ich merkte: Mensch, da sind ja die Menschen, die auch wirklich was von Dir wissen wollen. Das ist ja fast so etwas wie ein <a href="http://blog.infowiss.net/2009/12/11/politik-2-0-ein-gesprach-mit-urlich-commercon/">&#8220;Infostand des 21. Jahrhunderts&#8221;</a>.<br />
Auch <a href="http://twitter.com/apfelmuse">@ApfelMuse</a> schien das so zu gefallen, dass ein Politiker das mal Ernst nimmt und sich kümmert, dass sie mich weiter empfohlen hat, sodass ich nicht nur immer mehr Follower bekam, sondern auch extrem viele Anfragen aus den Communities zu politischen Alltagsproblemen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">?</span> <strong>Haben diese Erfahrungen ihre Ziele verändert ? </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Ziele nicht, aber sicher die Denkweise und die Methoden. Und vielleicht ist ein Ziel verstärkt worden oder mir bewusster oder auch von einem Mittel zum Ziel geworden: Partizipation selbst. Ok. Und die extrem hohe Bedeutung von Partizipation im demokratischen Prozess war nicht mehr nur noch theoretisch, sondern plötzlich ganz praktisch erfahrbar.</p>
<p>Partizipation ist weder an einen Parteieintritt gebunden noch auf ein Kreuzchen auf einem Wahlzettel beschränkt.<span style="color: #ff0000;"><br />
?</span><strong> Welche Wege zur Partizipation möchten Sie beiden Seiten – Bürgern und Politikern – zum Abschluss noch einmal als „niedrigschwelligen Einstieg“ ans Herz legen ? </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Da muss jedeR ihren/seinen eigenen Weg finden und wählen, was am besten zu den eigenen Vorstellungen passt. Ich persönlich kann den vielfältigen Möglichkeiten, die das Web2.0 bietet eine Menge abgewinnen und empfehle allen KollegInnen, die auch Freude daran haben, diese Kontaktmöglichkeiten nicht zu unterschätzen.<br />
Twitter ist dabei mein persönlicher Favorit, weil es flexibel, spontan, geistreich und witzig ist und weil dort echte Kommunikationsjunkies unterwegs sind, die selbst wieder stark vernetzt sind und Meinung sehr dauerhaft beeinflussen.<br />
Allerdings: Den <a href="http://judith-rachel.de/wp/?p=111&amp;cpage=1#comment-5">unmittelbaren &#8220;körperlichen&#8221; Kontakt</a> möchte ich darüber hinaus nicht missen. Authentischer als im R<em>(eal)</em>L<em>(ife)</em> geht es halt doch (noch!?) nicht <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="padding-left: 30px;">Den interessierten BürgerInnen sage ich eigentlich das gleiche: Macht es, wie es Euch gefällt.<br />
Aber macht es! Bombardiert uns mit Mails, twittert uns voll, schreibt Briefe, bittet um persönliche Gespräche, kommt in Veranstaltungen, werdet in Bürgerinitiativen aktiv und geht in Parteien, übernehmt Funktionen, kandidiert für Mandate&#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8230; ach ja: Und zuallererst schreibt Ihr alle mal schön brav Kommentare auf  <a href="http://www.macht-bildung.de/">http://www.macht-bildung.de </a>und schickt die Webadresse mal an Euer Adressbuch, verlinkt sie auf Eurer HP und twittert Hashtag: <a href="http://twitter.com/#search?q=%23MachtBildung">#MachtBildung</a> <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="padding-left: 30px;">Ansonsten fragt Ihr am besten @ponyQ, die weiß, wie&#8217;s geht.</p>
<p>Tatsächlich<a href="http://ac.ht/lc/2010/06/eigentlich-rede-ich-nicht-mit-politikern/"> redet ponyQ ja eigentlich gar nicht mit Politikern</a> ^^&#8230; und deshalb dann doch noch eine Nach-Frage:<br />
Bei MachtBildung scheint alles an Wortmeldungen willkommen zu sein &#8211; von persönlicher (Einzel-)Betroffenheit bis All-Inklusive-Konzept.<span style="color: #ff0000;"><br />
?</span> <strong>War das so gewollt oder hat sich das so ergeben ? </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das war pure Absicht. Wir wollen ja  möglichst keine Hemmschwelle einbauen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">?</span> Oder gilt das sogar generell für &#8220;Partizipation&#8221;:       Kann ich (entgegen meiner bisherigen ponyQ-Ansichten, s.o.) davon ausgehen, dass ein &#8220;normaler Politiker&#8221; bemüht ist, &#8220;zwischen den Zeilen&#8221; zu lesen ?<br />
Anders formuliert: <strong>Wird meine Meinung &#8211; und mag sie auch noch so privat, emotional verwickelt und eventuell auch etwas holprig formuliert sein &#8211; von einem Politiker auf einer &#8220;politisch verwertbaren Ebene&#8221; zur Kenntnis und ernst genommen ? </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das ist mir ehrlich gesagt zu pauschal gefragt. Worum &#8220;normale Politiker&#8221; bemüht sind, weiß ich nicht.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich bemühe mich; und die meisten meiner KollegInnen auch. Ob ich/wir allerdings auf einer nach dem jeweiligen Geschmack &#8220;politisch verwertbaren Ebene&#8221; agieren, stelle ich mal anheim <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="padding-left: 30px;">Im Ernst: In meiner Fraktion wird jeder Versuch der Kontaktaufnahme, Meinungsäußerung o.ä. nicht nur zur Kenntnis, sondern auch zum Anlass für eine Antwort genommen.</p>
<p><strong>&#8230; wie man hier lesen kann <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />   Danke !</strong></p>
<p><script type="text/javascript">// <![CDATA[
	var flattr_url = 'http://ac.ht/lc/2010/06/keine-politische-partizipation/';
// ]]&gt;</script><br />
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		<title>Lasst den Kindern ihren Willen!</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 18:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pädagogik + Psychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie wir gleichWERTig mit gleichberechtigt verwechseln und unseren Kindern damit ihre (Selbst)WERTE ab-erziehen Kind: &#8220;Ich will nicht&#8221; Erwachsener: &#8220;Aber du sollst wollen! &#8211; Du muss doch einsehen dass&#8230;. also will gefälligst, was ich will! &#8221; &#8220;Scheindiskussionen und Überdisziplinierung in der Erziehung unter dem Aspekt der Moralentwicklung beim Kind im Hinblick auf demokratische Diskurskompetenz (und politische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: center;">Wie wir <em>gleichWERTig</em> mit <em>gleichberechtigt </em>verwechseln<br />
und unseren Kindern damit ihre (Selbst)WERTE ab-erziehen</h3>
<p style="text-align: center;">Kind: &#8220;Ich will nicht&#8221;<br />
Erwachsener: &#8220;Aber du sollst wollen! &#8211; <strong>Du muss doch einsehen dass</strong>&#8230;.<br />
also will gefälligst, was ich will! &#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/partnerschaftlich-diskutieren.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1966" title="partnerschaftlich diskutieren" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/partnerschaftlich-diskutieren.jpg" alt="partnerschaftlich diskutieren" width="418" height="276" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8220;Scheindiskussionen und Überdisziplinierung in der Erziehung<br />
</strong>unter dem Aspekt der <strong>Moralentwicklung beim Kind<br />
</strong>im Hinblick auf <strong>demokratische Diskurskompetenz<br />
</strong>(und politische Partizipation?)<strong>&#8221; </strong></p>
<p>Piaget sah die moralische Entwicklung des Kindes eng an dessen kognitive Entwicklung gebunden, Kohlbergs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stufentheorie_des_moralischen_Verhaltens">Stufenmodell der moralischen Entwicklung</a> geht auf die Ideen von Piaget zurück:</p>
<p>Werte müssen – entsprechend der kognitiven Entwicklung ( = kindgemäß) -  erarbeitet werden. Die <strong>Auseinandersetzung mit Gleichberechigten</strong> im Prozess des Entdeckens, Verbalisierens und Kommunizierens von Werten wird von beiden „<a href="http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MORALISCHEENTWICKLUNG/">Moralforschern</a>“ als unverzichtbar für die<strong> </strong>Weiterentwicklung<strong> von „äußeren Werten“ </strong><span style="color: #000080;">(→ heteronome Moral, Orientierung an den positiven oder negativen Konsequenzen einer Handlung aus Respekt vor Autoritäten und Machtverhältnissen)</span> <strong>zu „inneren Werten“</strong> <span style="color: #000080;">(→  autonome Moral, Orientierung an ethischen Prinzipien aus innerer Überzeugung und Einsicht)</span> beschrieben.</p>
<p>Nur ein Diskurs unter „seinesgleichen“ und mit offenem Ausgang lässt dem Kind den notwendigen Raum, sich seiner eigenen Werte bewusst zu werden. Ohne Bewusstsein für seine  eigenen „inneren Werte“ entwickelt es kein Bewusstsein für die „inneren Werte“ von anderen – es kann keinen Wechsel der sozialen Perspektive vollziehen. Fehlt diese Fähigkeit zum Perspektivwechsel, dann fehlt die Basis für gegenseitigen Respekt&#8230;</p>
<p><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/jugend-heute.jpg"><img class="alignleft size-full  wp-image-1968" title="jugend heute" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/jugend-heute.jpg" alt="jugend heute" width="256" height="172" /></a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><span style="color: #000000;">&#8220;Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.<br />
Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.<br />
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.<br />
Sie widersprechen ihren Eltern schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.&#8221; </span></em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Sokrates<br />
(470 &#8211; 399 v. Chr.)</p>
<p>Mein Eindruck:  <strong>Wir überfordern die Kinder mit Scheindiskussionen.</strong></p>
<p>„Mein Wert“ mag ein „<em>innerer</em> Wert“ sein – zumindest halt <em>ich</em> ihn ja dafür^^ &#8211; für das Kind bleibt er „dein Wert“, die Vorstellung eines Erwachsenen, etwas, das von außen an es herangetragen wird&#8230; eine Forderung, die unabhängig von seiner „Einsichtigkeit“ durchgesetzt werden wird&#8230;</p>
<p>Das gutgemeinte „partnerschaftliche“ Diskutieren – gedacht zur <strong>Unterstützung der moralischen Entwicklung und Diskurskompetenz im Rahmen von demokratischem Denken und Partizipation</strong> – bewirkt in dafür ungeeigneten Situationen genau das Gegenteil.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“<br />
Afrikanisches Sprichwort</p></blockquote>
<p>Ich verlange von einem Kind <strong>„Einsicht“</strong> in meine Forderung. Angesichts der Tatsache, dass es die zu dieser Einsicht notwendigen kognitiven Fähigkeiten erst noch entwickeln muss, stellt sich die <span style="color: #808080;">(meiner Meinung nach etwas peinliche)</span> Frage:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Wieso bin ich als Erwachsener eigentlich so scharf auf die Bestätigung meiner Werte<br />
- durch ein Kind? *kopfkratz*<br />
(weil ich mir meiner Werte selbst nicht sicher bin ?? )</p>
<p>Meine <strong>Erwartung „Das musst du doch einsehen!“</strong> überfordert das Kind. Ich werte seine eigenen Ideen, seinen Willen, seine Erfahrungen und Bedürfnisse und viel zu oft auch gedankenlos sein ganzes Selbst ( = den Menschen „Kind“ ) in solchen (Schein-)Diskussionen ab.  Das Kind ist in dieser Situation nun mal <strong>nicht gleichberechtigt, sondern kognitiv und emotional unterlegen</strong>.</p>
<p>Deshalb nenn ich das auch eine <strong>Scheindiskussion: Der Überlegene beweist dem Unterlegenen, dass dieser „falsch“ denkt. </strong></p>
<p>Wie fühlt Ihr euch, wenn der Chef sagt: „Ich hab die besseren Argumente, du bist nur zu doof, um das einzusehen“?</p>
<p style="padding-left: 60px;">Fatal: Für ein Kind sind (falsch)<strong> Denken</strong> und (falsch) <strong>Fühlen</strong> noch EINS.<br />
Noch fataler: Für ein Kind sind (falsch) <strong>Fühlen</strong> und (falsch) <strong>Sein</strong> noch EINS.</p>
<p>Das Kind lernt in einer solchen Diskussion:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ich bin falsch.</strong></p>
<p style="text-align: left; padding-left: 60px;"><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/klein.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1978" title="Scolded" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/klein.jpg" alt="Scolded" width="330" height="246" /></a></p>
<p style="text-align: left;">= Unsicherheit, Selbstzweifel, ein vermindertes Selbst<strong>wert</strong>gefühl, Frustration&#8230;<em><br />
</em>mit der Reaktion: Vermeidungsverhalten<em> (Null Bock) </em>oder Aggression.<br />
<span style="color: #333333;"><em>(deshalb müssen uneinsichtige Kinder oft in eine Therapie)</em></span></p>
<p>Das Kind entwickelt die Einstellung:</p>
<p><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/selbstwert.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1983" title="selbstwert" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/selbstwert.jpg" alt="selbstwert" width="275" height="366" /></a>Wenn ich falsch bin,<br />
sind meine „inneren Werte“ falsch.<br />
Ich will nicht falsch sein.<br />
Also übernehm ich sicherheitshalber die „äußeren Werte“, die andere mir vorschlagen.<br />
Dann merkt zumindest niemand,<br />
dass ich falsch bin.</p>
<p>Das scheint in diesem Moment eine gute Lösung für alle Beteiligten – Erwachsene und Kinder – zu sein.</p>
<p>Blöd nur , wenn aus diesem Kind dann ein Teenager wird, der sich zunehmend dem Einfluss „vernünftiger“ Erziehungspersonen entzieht und sich auf der Suche nach Werten an eventuell weniger vernünftigen Peergroups und Medien orientiert.</p>
<p>Stichworte:</p>
<ul>
<li>Kiffen macht gleichgültig</li>
<li>Ausländer raus</li>
<li>Wer xyz macht /hat /ist, ist cool</li>
<li> …&#8230;</li>
</ul>
<p>Da findet „Kind“ dann entsprechend seiner Kompensationsstrategien (Vermeidung oder Aggression) sicher etwas passendes&#8230;</p>
<p>Also doch lieber<a href="http://www.ard.de/zukunft/kinder-sind-zukunft/kinder-wollen-lernen/interview-bernhard-bueb/-/id=520618/nid=520618/did=547548/1kd6hsm/index.html"> autoritär statt partnerschaftlich</a> ? <strong>Ein Lob der Disziplin ?</strong></p>
<p>Natürlich können in der Erziehung viele Auseinandersetzungen nicht als echte, partnerschaftliche Diskussionen geführt werden, weil der Ausgang in jedem Fall vom „überlegenen“ Erwachsenen bestimmt wird – im Rahmen seiner Verantwortlichkeit von ihm bestimmt werden MUSS.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">„Kinder wollen nicht immer, was sie brauchen“</p>
</blockquote>
<p>lese ich grinsend bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jesper_Juul#Gedanken_zum_Kind">Jesper Juul</a>.</p>
<p>In diesem Moment liegt meine Verantwortung gegnüber dem Kind nicht darin, sein Wollen abzuwerten oder seinen Willen zu „disziplinieren“ , sondern darin, ihm „ohne viel Gespräch“ („Das musst du doch einsehen“) das zu geben, was es braucht – auch gegen seinen Willen, aber nicht mit dem Ziel , diesen zu  „zerstören“:</p>
<p style="padding-left: 60px;">&#8220;Du willst <em>das</em>.<strong>Es ist okay, <em>das</em> zu wollen</strong>.<br />
-  Ich will jenes. <a href="http://ac.ht/lc/2009/06/kinder-lernen-aus-den-folgen/">Ich trage die Verantwortung</a>, deshalb machst du, was ich will.&#8221;</p>
<p>So kann ich dem Kind seinen Willen lassen &#8211; auch, wenn ich ihm nicht folge und meinen Willen durchsetze.</p>
<p><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/schimpfen.jpg"><img class="size-full wp-image-1990 alignright" title="schimpfen" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/schimpfen.jpg" alt="schimpfen" width="164" height="69" /></a></p>
<p>Eine in diesem Sinne erfolgreiche Intervention zeigt sich darin,<br />
dass das Kind fürchterlich schimpft und flucht,<br />
während es das tut,<br />
was ICH will&#8230; <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Übrigens weiß ich aus eigener Erfahrung zu berichten, dass auch ein großzügig-demokratisches „Dann mach doch, was du willst“ &#8211; gefolgt von einem späteren <strong>„Siehste – das hab ich doch gesagt. Hättest du mal bloß auf mich gehört“</strong> nicht wirklich zum Aufbau eines Selbst – Wert &#8211; Gefühls beiträgt.</p>
<h4>Eltern, Erzieher, Lehrer&#8230;</h4>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Zu oft geben wir unseren Kindern   Antworten, die sie behalten sollen,<br />
anstatt Aufgaben, die sie lösen  sollen.<br />
(Roger Lewin, amerikanischer Anthropologe und  Wissenschaftsjournalist, geb. 1946)</p></blockquote>
<p>In unsrer Funktion als  „Wertevermittler“ neigen wir vielleicht zu häufig dazu, uns mit zu  vielen und in zu viele Diskussionen einzumischen – um die „richtigen“  Werte vorzugeben – und stören damit wichtige Entwicklungsprozesse:</p>
<blockquote><p>„Ich fürchte, unsere allzu sorgfältige Erziehung liefert uns Zwergobst.“<br />
Georg Christian Lichtenberg</p></blockquote>
<p>Und ich frage  mich:<br />
<strong>Wo und wie und vom wem sollen Kinder unter diesen Umständen soziales Engagement und politische Partizipation lernen ?</strong><br />
(Wie und warum soll ich meine Werte vertreten, wenn ich keine habe ?)</p>
<blockquote><p>“Demokratie”, so Theodor W. Adorno, “beruht auf der Willensbildung eines jeden Einzelnen, wie sie sich in der Institution der repräsentativen Wahl zusammenfasst. Soll dabei nichts Unvernünftiges resultieren, so sind die Fähigkeit und der Mut des Einzelnen, sich seines Verstandes zu bedienen, vorausgesetzt.&#8221; Obwohl bereits lange bekannt ist, dass die Realisierung der Demokratie weniger unter einem Mangel an gutem Willen und demokratischen Werten leidet (weshalb auch die ständigen öffentlichen Appelle, uns auf moralische Werte zu besinnen, an dem Problem vorbeizielen), als vielmehr an einem Mangel. an demokratischen Fähigkeiten, wird immer noch darüber gestritten, erstens, ob die Schule diese Kompetenzen überhaupt fördert bzw. fördern kann,und zweitens, welche pädagogischen Methoden sich dafür eignen.<br />
aus: <a href="http://www.uni-konstanz.de/ag-moral/pdf/Lind-1993_Moralerziehung-demokratie.pdf">Prof. Dr. Georg Lind &#8211; Moralerziehung als demokratische Bildung</a></p></blockquote>
<p>Wir sollten <strong>Möglichkeiten zu echten Diskussionen</strong> erkennen, bewusst <strong>schaffen</strong> und nutzen – und dann tatsächlich auch nur in solchen Situationen diskutieren, in denen wir ehrlich bereit und in der Lage sind, ihren Standpunkt offen zu betrachten und uns von ihren Ideen und Argumenten eventuell auch überzeugen zu lassen.</p>
<h3>Lasst den Kindern ihren Willen, denn aus dem Wollen werden Werte.</h3>
<p><em>Danke an meine &#8220;Co-Autoren im Geiste&#8221;:</em></p>
<ul>
<li>diverse noch unverzogene Kinder,<br />
die meine pädagogischen Fehlanwendungen mit einem frechen Grinsen quittieren</li>
<li>&#8220;sture&#8221; Downis,<br />
die Scheindiskussionen konsequent einfach ignorieren</li>
<li>sozialwahrnehmungsgestörte Autisten,<br />
die sich auf diese &#8220;Spiele der Erwachsenen&#8221; gar nicht einlassen (können)</li>
</ul>
<p>Please complete:<br />
<strong>Wer hat / schreibt noch einen ergänzenden Artikel, der hier verlinkt sein sollte ?</strong><br />
 <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  So was wie:</p>
<ul>
<li>Keine kompetenten Kinder ohne kompetente Erwachsene (* <a href="http://www.sieseco.de/2010/04/08/wie-ware-es-gebildet-zu-sein-von-peter-bieri/">wink</a> *)</li>
<li>&#8220;Partizipation braucht Mut derer, die sie zulassen&#8230;&#8221; (* <a href="http://ac.ht/lc/2010/06/eigentlich-rede-ich-nicht-mit-politikern/comment-page-1/#comment-253">grins</a> *)</li>
<li>Medien- und Informationskompetenz im Mitmach-Web:<br />
Internet und politische Bildung (<a href="http://twitter.com/beatnig">@beatnig </a>?)</li>
<li>Demokratie 2010: (Schein-) <a href="http://ac.ht/lc/2010/06/eigentlich-rede-ich-nicht-mit-politikern/comment-page-1/#comment-246">Partizipation</a> ?</li>
<li>&#8220;&#8230;dass eine demokratische Gesellschaft, um den Rückfall in Diktatur und Barbarei zu verhüten, die <a href="http://www.macht-bildung.de/">Bildung</a> <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />   ihrer Bürger zu fördern habe, koste es, was es wolle.&#8221;<br />
(nach Alexis de Tocqueville ,1805-1859, Historiker und Staatstheoretiker)</li>
<li>&#8230;. was euch dazu noch einfällt, was euch auf dem Herzen liegt, was ihr <strong>ganz anders</strong> seht&#8230;.</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/gleich.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2010" title="gleich" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/06/gleich.jpg" alt="gleich" width="560" height="339" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Bilder: <a href="http://www.morguefile.com/">http://www.morguefile.com/</a></p>
<p><script type="text/javascript">// <![CDATA[
	var flattr_url = 'http://ac.ht/lc/2010/06/lasst-den-kindern-ihren-willen/';
// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>ArbeitsREICH und erwerbsARM ?</title>
		<link>http://ac.ht/lc/2010/05/arbeitsreich-und-erwerbsarm/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 10:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studiererei: Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmen und bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsamt]]></category>
		<category><![CDATA[Arge]]></category>
		<category><![CDATA[bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[lebenslanges lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Studium finanzieren]]></category>
		<category><![CDATA[Ü30]]></category>

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		<description><![CDATA[Studieren Ü30 ? Hallo an alle Studierende, die &#8220;die Altersgrenze überschritten&#8221; (O-Ton meiner Krankenkasse) haben ! Suche Material für einen Blogartikel zum Thema &#8220;Bildungspolitik: Studieren Ü30&#8243; : Mit welchen Hindernissen schlagt ihr euch bei der Finanzierung eures Studiums herum ? Welche Verhandlungen führt ihr mit Arbeitsagentur, Arge, Krankenkassen usw. ? Wer stellt mir seine Erfahrungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Studieren Ü30 ?</h3>
<p>Hallo an alle Studierende,</p>
<p>die <strong>&#8220;die Altersgrenze überschritten&#8221;</strong> <em>(O-Ton meiner Krankenkasse)</em> haben !</p>
<p>Suche Material für einen Blogartikel zum Thema &#8220;Bildungspolitik: Studieren Ü30&#8243; :</p>
<p>Mit welchen Hindernissen schlagt ihr euch bei der Finanzierung eures Studiums herum ?<br />
Welche Verhandlungen führt ihr mit Arbeitsagentur, Arge, Krankenkassen usw. ?</p>
<p><strong>Wer stellt mir seine Erfahrungen zur Verfügung ?</strong></p>
<p>Meine hab ich hier kurz zusammengefasst: <a href="http://ac.ht/lc/2010/05/ich-hore-staats-stimmen/">&#8220;Ich höre (Staats-)Stimmen&#8221;</a><br />
- würd aber nun gern etwas &#8220;ernsthafter&#8221; <a href="http://ac.ht/lc/2010/05/blogkarneval-bildungspolitik/">dazu schreiben</a>.</p>
<p>Wer will was dazu sagen ?<br />
Gerne auch <a href="http://ac.ht/lc/about/">per eMail</a></p>
<p>Danke <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> evi.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Inklusion zum Mitdiskutieren</title>
		<link>http://ac.ht/lc/2010/05/inklusion-zum-mitdiskutieren/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 12:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pädagogik + Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmen und bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[bildung]]></category>
		<category><![CDATA[geistig behindert]]></category>
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		<category><![CDATA[Schulsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderpädagogik]]></category>
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		<category><![CDATA[UN-Behindertenrechtskonvention]]></category>

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		<description><![CDATA[bei Macht Bildung! &#8220;Nur Leute, die keine Ahnung haben, sind für Inklusion. Fachpersonal denkt ganz anders darüber.&#8221;  ??? Ich disqualifiziere mich hiermit als Fachpersonal: “Inklusion” heißt sicher nicht – wie oft mit folgendem Schreckensszenario gegenargumentiert wird – “Einsamer Downi muss ab morgen in Regelschule”… “Wir müssen die Inklusionsfähigkeit der Schulen erhöhen durch kleine Klassen, Lehrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>bei <a href="http://machtbildung.effet-papillon.de/">Macht Bildung!</a></p>
<p><strong>&#8220;Nur Leute, die keine Ahnung haben, sind für Inklusion.<br />
Fachpersonal denkt ganz anders darüber.&#8221;  ???</strong></p>
<p>Ich disqualifiziere mich hiermit als Fachpersonal:</p>
<p>“Inklusion” heißt sicher nicht –<br />
wie oft mit folgendem Schreckensszenario gegenargumentiert wird –<strong><br />
“Einsamer Downi muss ab morgen in Regelschule”</strong>…</p>
<blockquote><p>“Wir müssen die Inklusionsfähigkeit der Schulen erhöhen durch kleine Klassen, Lehrer mit entsprechenden Zusatzqualifikationen und eine ausreichende Anzahl an Sozial- und Sonderpädagogen an den Schulen.”</p></blockquote>
<p>Ich habe als Erzieherin in einer Sonderschule G mit einer Förderschullehrerin zusammengearbeitet – die Fördereinheiten dabei oft in zusätzlicher Rücksprache mit einem erfahrenen “Regelschullehrer” geplant, bei Erziehungsfragen eine Sozialarbeiterin um ihre Einschätzung gebeten.</p>
<p>Von dieser “Inklusion auf Betreuerebene” haben sowohl die Betreuer selbst als auch die Schüler profitiert</p>
<p>- und immer wieder haben wir festgestellt, dass die Kinder im Rahmen einer gewissen “Sonderschulen-Betriebsblindheit” gerne auch unterschätzt und unterfordert (und damit <a href="http://ac.ht/lc/2010/03/geschichten-vom-sturen-downi/">unterfördert</a>!) werden.</p>
<p>…übrigens auch oft von ihren Eltern, die sicher von einer “Inklusion auf Elternebene” in vielerlei Hinsicht auch profitieren könnten, z.B. bezüglich ihres elterlichen Selbstwertgefühls und nicht zuletzt auch in Sachen “soziale Kontakte”.</p>
<p>Vielleicht möchten ein paar betroffene Eltern zu diesem Thema etwas sagen ??</p>
<blockquote><p>“Nicht die Kinder müssen sich dem Schulsystem anpassen, sondern die Schule den Kindern.”</p></blockquote>
<p>Ob eine Schule, die sich dem besonderen Förderbedarf ALLER Kinder anpasst, überhaupt noch so viel “Ausschuss” produziert, dass sich getrennte Sonderschulen lohnen ?</p>
<p style="text-align: center;">*kopfkratz*</p>
<p style="text-align: center;">Nachdenkliche Grüße, evi.</p>
<p><strong>Eure Meinung ist gefragt :</strong> <a href="http://machtbildung.effet-papillon.de/?p=34">Umstellung auf ein inklusives Bildungssystem</a></p>
<p style="padding-left: 60px;"><strong>edit 14.Juni: </strong></p>
<p>Bundeszentrale für politische Bildung: <a href="http://www.bpb.de/publikationen/W3O4CB,0,0,%DCber_Widersacher_der_Inklusion_und_ihre_Gegenreden_Essay.html#art0">Über Widersacher der Inklusion und ihre Gegenreden</a></p>
<blockquote><p>Viele Förderschulen befinden sich in privater Trägerschaft, entweder der christlichen Kirchen oder von Sozialverbänden und Stiftungen. Alle Privatschulen finanzieren sich auch über Pro-Kopf-Zuweisungen pro Kind. Die Inklusion behinderter Schüler in allgemeine Schulen könnte den Exodus behinderter Kinder zur Folge haben und damit den Privatschulen durch eine Abstimmung mit den Füßen die finanzielle Grundlage entziehen.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Asozial und Spass dabei -</title>
		<link>http://ac.ht/lc/2010/05/asozial-und-spass-dabei/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 18:58:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studiererei: Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmen und bloggen]]></category>
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		<category><![CDATA[Arno Dübel]]></category>
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		<description><![CDATA[Was wir von einem selbstbewussten Sozialschmarotzer lernen können&#8230; Wer wirklich will, findet auch Arbeit. Aber die liegen lieber den ganzen Tag im Bett &#8211; auf Kosten des Steuerzahlers. Die wollen doch gar nicht arbeiten. Die gehen ja schon seit Generationen lieber auf´s Sozialamt statt in die Schule. Gedankenexperiment: Sie sind ein HartzIV-Empfänger. Sie haben folgende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: center;">Was wir von einem<br />
selbstbewussten Sozialschmarotzer lernen können&#8230;</h2>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="405" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NBX8HIzCPps&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="405" src="http://www.youtube.com/v/NBX8HIzCPps&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Wer wirklich will, findet auch Arbeit. Aber die liegen lieber den ganzen Tag im Bett &#8211; auf Kosten des Steuerzahlers. Die wollen doch gar nicht arbeiten. Die gehen ja schon seit Generationen lieber auf´s Sozialamt statt in die Schule.</p>
<h3 style="text-align: center;">Gedankenexperiment:</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Sie sind ein HartzIV-Empfänger.</strong><br />
Sie haben folgende Alternativen:</p>
<p><strong>1. </strong><br />
Schämen Sie sich. Zweifeln Sie an sich. Verdächtigen Sie sich selbst, anscheinend nicht wirklich arbeiten zu wollen. Nehmen Sie einen Job an, der Sie mehr kostet, als Sie damit verdienen. <a href="http://ac.ht/lc/2010/04/hauptsache-arbeit/">Hauptsache Arbeit!</a> Werden Sie wieder entlassen,<a href="http://ponyq.posterous.com/praktische-praktikanten"> bevor Sie zu teuer werden</a>. Lassen Sie sich in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xsfw8sTiN-U&amp;feature=related">seltsame Maßnahmen</a> zwingen. Offensichtlich sind Sie ohne Wert für diese Gesellschaft. Sie kosten den Staat Geld, das wegen Ihnen an anderer Stelle fehlt. Schuldbewusst verfallen Sie zunehmend in eine <a href="http://www.rp-online.de/beruf/arbeitswelt/Arbeitslosigkeit-Katastrophe-auch-fuer-die-Psyche_aid_49666.html">Depression</a>. Sie sorgen sich und grübeln sich <a href="http://www.1a-krankenversicherung.org/nachrichten/20100527/8815/studie-angst-vor-hartz-iv-belastet-die-psyche/">krank</a>. Schon wieder Kosten!<br />
Resigniert ziehen Sie sich zurück&#8230; unauffällig asozialisiert&#8230;</p>
<p><strong>2.</strong><br />
Schließen Sie sich mit anderen HartzIV-Empfängern zusammen. Günstigstenfalls wurden Sie bereits in eine erfahrene HartzIV-Gemeinschaft hineingeboren.  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DHw7GSC3W78">HartzIV ist Ihre Identität!</a><br />
Ihre Gruppe respektiert Sie dafür, dass Sie zu sich selbst und zu Ihrer Gemeinschaft stehen. Je selbstbewusster Sie das nach außen vertreten, desto sicherer ist Ihnen der Platz in Ihrer Gemeinschaft &#8211; die anderen HartzIVer stehen hinter Ihnen. Sie gehören dazu &#8211; keine Selbstzweifel, kein Stress, keine Depressionen oder andere Krankheiten, keine zusätzlichen Kosten! &#8230; auffällig asozial.</p>
<p><strong>3.</strong><br />
Sie haben genug von Ihrer eingeschworenen Gemeinschaft und versuchen, sich <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/hartz-iv-aufstocker-immer-oefter-reicht-der-job-nicht-zum-ueberleben_aid_504681.html">aus HartzIV irgendwie rauszuschaffen</a>.<br />
Sie verraten Ihre Gruppe, werden ausgestoßen, keine Rückendeckung mehr&#8230;<br />
bitte weiterdenken bei Punkt 1.</p>
<p><strong>4.</strong><br />
Noch nähren Sie trotz HartzIV-Bedrohung Ihr Selbstwertgefühl aus Ihrer Selbstachtung.<br />
Sie wagen es, einen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FmKK8suuMkI&amp;feature=related">miesen Job</a> nicht anzunehmen.<br />
Damit gehören Sie also unter Punkt 2.<br />
Es sei denn, Sie ordnen sich schnellstmöglich freiwillig unter Punkt 1 ein.</p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">Frage:</p>
<h3 style="text-align: center;"><strong>Welcher HartzIV-Typ wären Sie gerne ? </strong></h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Bitte beachten Sie dabei solche Aspekte wie Selbstwertgefühl, seelische Gesundheit, Zufriedenheit&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center;"><em>Ein Sozialpsychologe nickt gedankenverloren&#8230; </em><br />
&#8220;Ach ja, das gute <a href="http://beabeablog.wordpress.com/2009/07/21/rebels-with-a-cause-group-identification-as-a-response-to/">Ablehnungs-Identifikationsmodell</a>&#8230;&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><em>In der Politik freut man sich: </em><br />
&#8220;Prima &#8211; mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Gtge6Ab7psY">diesen Stereotypen</a> können wir doch <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2341761_Hartz-IV-Debatte-Arbeitslose-zum-Schneeschippen.html">arbeiten</a>!&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><em>Irgendwo in meinem Kopf das geflüsterte Stoßgebet eines Politikers: </em><br />
&#8220;Lieber Gott,<br />
bitte bewahre uns vor <a href="http://data.bkj-remscheid.de/fileadmin/pdf/Bieri.pdf"></a><a href="http://www.sieseco.de/2010/04/08/wie-ware-es-gebildet-zu-sein-von-peter-bieri/">Menschen, die lesen, denken und schreiben gelernt haben</a><br />
und sich trotz ihrer Meinung noch einen <a href="http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/pc-kosten-werden-bei-hartz-iv-nicht-erstattet-5141.php">Internetanschluss leisten</a> können.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"> <img src='http://ac.ht/lc/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><script type="text/javascript">// <![CDATA[
 	var flattr_url = 'http://blog.ac.ht/';
// ]]&gt;</script><em>edit 27.08.</em><em>10</em> &#8211; lesenswerter Artikel dazu  (Kommentare !) :<br />
Christian Sickendieck / F!XMBER<br />
<a href="http://www.fixmbr.de/bild-enthuellt-sozialschmarotzer-luegen-seit-jahren/">BILD enthüllt: Sozialschmarotzer lügen seit Jahren</a></p>
<p><em>edit 04.01.11 &#8211; </em>Leseempfehlung (sowohl der verlinkte Artikel als auch das Blog an sich):<br />
HARTZKRITIK: <a href="http://hartzkritik.bplaced.net/Topic/2011/01/03/warum-von-hartz-iv-betroffene-nicht-auf-die-strase-gehen-und-zu-wutburgern-werden/">&#8220;Warum von Hartz IV Betroffene nicht auf die Straße gehen und zu “Wutbürgern” werden?&#8221; </a></p>
<p><script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>(Spar-)Gymnasium für alle im Saarland ?</title>
		<link>http://ac.ht/lc/2010/05/spar-gymnasium-fur-alle-im-saarland/</link>
		<comments>http://ac.ht/lc/2010/05/spar-gymnasium-fur-alle-im-saarland/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 14:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahrnehmen und bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnasium]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerstellen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhilfeunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtsausfall]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ac.ht/lc/?p=1815</guid>
		<description><![CDATA[gerade bei mir angekommen: Vortrag im Landtag und Überreichung eines offenen Briefes zur Personalplanung an saarländischen Gymnasien Saarbrücken, 04.05.10 &#8220;Wir, die Delegierten der LEV Gymnasien, fordern vom Bildungsminister, Klaus Kessler, einen eindeutigen Beleg für das rein rechnerische Paradies (Anmerkung: Schmunzeln auf allen Rängen) an saarländischen Gymnasien. Dazu haben wir in einem offenen Brief einige Fragen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gerade bei mir angekommen: <strong><br />
Vortrag im Landtag und Überreichung eines offenen Briefes<br />
zur Personalplanung an saarländischen Gymnasien<br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/05/Unterrichtsausfall.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1811" title="Unterrichtsausfall" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/05/Unterrichtsausfall.jpg" alt="Unterrichtsausfall" width="248" height="518" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Saarbrücken, 04.05.10</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Wir, die Delegierten der LEV Gymnasien, fordern vom Bildungsminister, Klaus Kessler, einen eindeutigen Beleg für das rein rechnerische Paradies <span style="color: #333399;">(Anmerkung: Schmunzeln auf allen Rängen)</span> an saarländischen Gymnasien.</p>
<p style="text-align: left;">Dazu haben wir in einem offenen Brief einige Fragen formuliert und mit dem Blick auf das Wohl &#8211; oder doch besser gesagt &#8211; das Wehe unserer Kinder, fordern wir ihn auf, uns in den nächsten zwei Wochen zu antworten.</p>
<p style="text-align: left;">Wir, die Delegierten der LEV Gym, können diesen Leserbrief (SZ) von heute nur unterstreichen, denn wir alle können seit Jahren Ähnliches vom Schulalltag unserer Kinder berichten.</p>
<p style="text-align: left;">Wir, die Delegierten der LEV Gym, fordern die Fraktionen des saarländischen Landtages – insbesondere die Mitglieder des Haushaltsausschusses &#8211; auf, sich noch einmal eingehend mit der Personalisierung der Schulen zu befassen und bitten Sie, Ihre Entscheidungen nicht von rein rechnerischen Zahlen, sondern von tatsächlichen Fakten abhängig zu machen &#8211; zum Wohle aller Schulformen<span style="color: #333399;"> (Anmerkung: Beifall von allen Seiten)</span>.</p>
<p style="text-align: left;">&#8230;und wir wüssten  gerne von dem Minister , wo sich 42 Lehrerstellen derzeit befinden.&#8221;</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Offener Brief der Delegierten der Landeselternvertretung der Gymnasien</p>
<p style="text-align: left;">Personalisierung der Gymnasien</p>
<p style="text-align: left;">Sehr geehrter Herr Minister Kessler,<br />
wie wir aus den Medien von Ihnen gehört haben, soll es rein rechnerisch einen Lehrerüberhang an den Gymnasien von derzeit 190 Stellen geben. Wir, die Delegierten der LEV Gymnasien, können dies nicht nachvollziehen und möchten Sie daher darum bitten, die Berechnung dieser Zahl öffentlich zu machen bzw. der LEV Gymnasien zur Verfügung zu stellen. Wir möchten detaillierte Angaben, wie sich die von Ihnen in die Diskussion gebrachte Zahl errechnet und zusammensetzt bzw. von welchen Gymnasien diese Lehrerstellen abgezogen und an die Gesamtschulen im Schuljahr 2010/2011 verlagert werden sollen.</p>
<p style="text-align: left;">&#8230; Bei allen Gesprächen/Sitzungen mit Ihnen bzw. Ihrer Vorgängerin/Ihrem Vorgänger waren die Unterrichtsausfälle ein wichtiges Thema (belegbar an Hand der Protokolle). Wir wurden immer um Geduld gebeten und uns wurde versprochen, dass mit dem Weggang des Doppel-Abitur-Jahrganges alles besser werden wird, d.h. sich die angespannte Personallage verbessern würde. Leider war in diesem Schuljahr davon nicht viel zu spüren, denn noch immer konnten etliche Stunden in den Gymnasien nicht vertreten werden, weil eine Lehrfeuerwehr unserer Meinung nach nie wirklich existierte. Wir lassen uns aber gern vom Gegenteil überraschen.</p>
<p>&#8230; mehr lesen:<br />
<a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/05/LEV_Personalisierung_Offener-Brief-an-den-Minister_100504.pdf">Offener Brief der Delegierten der Landeselternvertretung der Gymnasien<br />
Personalisierung der Gymnasien</a></p></blockquote>
<p style="text-align: left;"><strong>Mein Eindruck:</strong></p>
<h3 style="text-align: center;">klingt nach:<br />
Gymnasium für alle,<br />
die sich einen Nachhilfelehrer leisten können ?</h3>
<blockquote><p>&#8220;Für die einen ist Nachhilfe völlig normal. Für die anderen ist sie ein Beweis für große Lücken im staatlichen Schulsystem &#8211; und ein sozialer Skandal&#8230;&#8221;<br />
mehr lesen: <a href="http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EA9B1984548E24747B09F6713762EE674~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Gelernt wird am Nachmittag</a></p></blockquote>
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		<title>Ich höre (Staats-)Stimmen&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ponyQ</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Krankenkassenbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstständige]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Teilzeitarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrter Bürger, Sie waren nicht mehr bereit, von einem befristeten Teilzeitarbeitsverhältnis auf´s nächste zu hoffen. Deshalb haben Sie sich auf Anraten des Arbeitsamtes selbstständig gemacht. Zusätzlich haben Sie ein Studium aufgenommen. Es freut uns, dass Sie in Eigeninitiative etwas für Ihre Bildung tun. Es freut uns, dass Sie aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden sind und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/05/Bundesministerium-.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1801" title="Bundesministerium Arbeit, Bildung und Finanzen" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/05/Bundesministerium-.jpg" alt="Bundesministerium Arbeit, Bildung und Finanzen" width="600" height="337" /></a></p>
<h3>Sehr geehrter Bürger,</h3>
<p>Sie waren nicht mehr bereit, von einem befristeten Teilzeitarbeitsverhältnis auf´s nächste zu hoffen.<br />
Deshalb haben Sie sich auf Anraten des Arbeitsamtes selbstständig gemacht.</p>
<p>Zusätzlich haben Sie ein Studium aufgenommen.</p>
<p>Es freut uns, dass Sie in Eigeninitiative etwas für Ihre Bildung tun.<br />
Es freut uns, dass Sie aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden sind<br />
und gleichzeitig einem willigeren Arbeitnehmer die Chance auf einen Pseudo-Arbeitsplatz lassen.</p>
<p>Als Selbstständiger verdienen Sie laut Gesetz mindestens 2000 € / Monat.</p>
<p>Davon gehen 15% an eine Krankenversicherung Ihrer Wahl.<br />
Sollten Sie entgegen staatlicher Anordnung weniger als 2000 € / Monat verdienen,<br />
berechnen sich Ihre Krankenkassenbeiträge wie folgt:</p>
<ul>
<li>1000 €  -&gt;   30 %</li>
<li>500 €     -&gt;   60 %</li>
<li>250 €     -&gt;  120 %</li>
</ul>
<p>Stellt diese Beitragsregelung für Sie ein Problem dar, nehmen Sie bitte einfach wieder eine geregelte Arbeit auf!</p>
<p>Wir haben hier einige interessante Angebote für Sie:</p>
<blockquote><p>„befristetes Arbeitsverhältnis, Teilzeit, fexibel“</p></blockquote>
<p>Sie dürfen dort 19,5 h in der Woche arbeiten und werden nach Tarif als „Einsteiger“ bezahlt.<br />
Dafür übertragen Sie bitte einfach nur per Unterschrift die Exklusiv-Rechte an Ihrer Zeit dem entsprechenden Arbeitgeber, dem Sie flexibel jederzeit zur Verfügung stehen sollten &#8211; Überstunden machen Sie aus Dankbarkeit als persönliches Engagement.</p>
<p>Da Sie damit vermutlich nicht genug verdienen, sich aber aufgrund Ihrer „Flexibilität“ keinen Zweitjob suchen können, wenden Sie sich bitte <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article7462573/Immer-mehr-Berufstaetige-brauchen-Hartz-IV-Hilfe.html">zusätzlich an das Sozialamt</a> Ihres Vertrauens.</p>
<p>Einfacher wäre es, wenn Sie dort gleich HartzIV beantragen könnten.</p>
<p>Sobald Sie Ihre Altersvorsorge an uns überschrieben haben, kümmern wir uns auch um Ihre Bildung:<br />
Für ein Studium haben Sie die Altersgrenze zwar überschritten, aber wir bieten Ihnen statt dessen eine 6-monatige Weiterbildungsmaßnahme <a href="http://ac.ht/lc/2010/04/hauptsache-arbeit/">„Puzzlen für Fortgeschrittene“</a> an – unter Anleitung hochqualifizierter, von uns großzügig finanzierter Fachkräfte.</p>
<p>Was halten Sie von diesem Angebot ?</p>
<p style="text-align: center;">Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ihr  Staat</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/05/Bundesministerium-.jpg"><img class="size-full wp-image-1801 aligncenter" title="Bundesministerium Arbeit, Bildung und Finanzen" src="http://ac.ht/lc/wp-content/uploads/2010/05/Bundesministerium-.jpg" alt="Bundesministerium Arbeit, Bildung und Finanzen" width="216" height="121" /></a></p>
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		</item>
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