gesellschaft

Moralisch einwandfreier Stillstand

Keine Ahnung, ob es meine innere Pippi Langstrumpf, meine ALF-Anteile oder sonstige Etwasse aus den pumuckeligen Untiefen meiner Seele schwarzen Seele waren…
ES hat mir vor langer Zeit mal eingeflüstert, die folgende Aussage beinhalte irgendeine Zauberformel:

Leute ohne Moral,
wenn sie nicht sture, brutale Typen sind, amüsieren mich.
Sie sind fantasievoll, geistig beweglich
und nicht bereit, sich der Gesellschaft zu beugen.
Und sie sind dramatisch nahrhaft.
Patricia Highsmith

Seit fast 20 Jahren steht das so in meinem “Ideenbuch” – und ich konnte es nie sinnvoll “verwenden”… an einen netten Menschen weiterschreiben oder in einer un- bis tiefsinnigen Diskussion zitieren…

Jetzt lese ich im Zusammenhang mit der Moralforschung zum Thema “Moral und Evolution” :

“Es könnte also sein, dass es gerade nicht die angepassten, netten, freundlichen und kooperativen Mitglieder einer Gesellschaft sind, die den gesellschaftlichen Wandel beflügeln. Vielleicht benötigen wir in bestimmten Phasen auch die unangepassten, unkooperativen Quertreiber… ”
Dr. Horst Heidbrink / “Moral, Kooperation und Wettbewerb”
in “Einführung in die Moralpsychologie”

Da häng ich dann noch dieses Video drunter:

Und noch ein paar tags als Kurz-Statements oder Instant-Gedanken (zum Selbst-Anrühren):
#Autist #Geistigbehindert  #Arschloch(sofern nicht…s.o.) #Kind #Ausländer #…

Sozialer Konstruktivismus?

Der personale Konstruktivismus sagt:
Die Welt findet in mir statt – ich (Subjekt) konstruiere sie in mir.

Der soziale Konstruktivismus sagt:
Ich finde in der Welt statt – ich bin Teil einer interaktiven Konstruktion
(des multiplen Selbst – der Gesellschaft, der Menschheit, des Systems…)

heißt in etwa:
Ich glaube vielleicht, dass ich hier der “Konstrukteur” bin – aber im Grunde baue ich Teile zusammen, die andere konstruiert haben…nach den Vorstellungen, die andere konstruiert haben…und ich muss ganz viel suchen, um unter all diesen verinnerlichten “gesellschaftlichen Konstrukten” noch mein wirkliches Ich (Subjekt) zu finden…bisschen Richtung:

Ich bin so sehr als Teil eines Systems in den Erwartungen und Vorstellungen (sozialen Konstrukten) des Systems gefangen, dass ich nur schwer auseinanderhalten kann, was “ich als Subjekt” bin und was ich als Konstruktion” ist.
Fängt schon bei der Sprache an – wenn ich über mich selbst oder die Welt nachdenke, benutze ich dabei die in der Sprache vorhandenen Begriffe – die Sprache ist aber schon ein soziales Konstrukt…

Vorwurf an den sozialen Konstruktivismus:
“Wo ist denn bei all diesen Interaktionen das Subjekt??”

Antwort:
Verkehrt liegt der, der sich vormacht, es gäbe eins.

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