Informationskompetenz

Mehr Schwimmen, weniger Surfen

Nachdem ich zum wiederholten Male mit Gedanken aufgewacht bin, die eigentlich nicht meine sind, hinterfrage ich jetzt doch mal meinen Informationskonsum.

“Wer geht, sieht weniger, aber mehr.
Wer fährt, sieht mehr, aber weniger.”

… weshalb es Sinn macht, beides ausgleichend zu verbinden.
In diesem Fall sollte ich vielleicht besser von “Surfen” und “Schwimmen” reden ?
Mehr Schwimmen, weniger Surfen – und zwischendurch immer mal wieder treiben lassen…

Ähnliche Erfahrungen ?
Erprobte Strategien ?

Anmerkung 1:
Konzentrationsstörungen ? Nein, ich kann mich prima konzentrieren – allerdings werde ich dabei im Moment nach kurzer Zeit saumüde:

Konzentration
= eingeschränkte (weil fokussierte) Wahrnehmung

= vieles andere loslassen
= Entspannung
= …

Das ist dann zwar gut für Leib und Seele, aber schlecht für die Klausur.

Anmerkung 2:
Ich bin übrigens kein Stubenhocker oder so was. Sogar an “schlechten” Tagen komm ich kaum unter 2 Stunden Frischluft, meistens sind es eher doppelt so viele, häufig sogar noch mehr (tier- und kinderbedingt).

(Stichwort “Morgenseiten” und  liebe Grüße an die Wissensagentur ;) )

Einladung zum Reste-Essen

Ich entrümpele gerade mein Moodleblog: Sperrmüll für alle zu PsychologieGeschichte, Forschungsmethoden, Informationskompetenz…
Manche Zusammenfassungen kann ich aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht rausstellen, die gibt´s dann nur per Link auf den MoodleBlog-Eintrag (mit Passwort)

PS: in den Zusammenfassungen findet ihr z.T. auch Links – hat Platz und eigene Ausführungen gespart ;)

Internet macht dumm

Vor “ONLINE”:
Informationen haben

Ich bin mir meiner “Informiertheit” so was von sicher.
Die Anzahl der Informationen, die mich erreichen, ist übersichtlich – kein Problem, den Filter so einzustellen, dass  “unpassende” Informationen gar nicht oder höchstens abgeschwächt oder verzerrt bei mir ankommen.

endlich “ONLINE”:
Informationen suchen

“Wenn ich eine Meinung habe,
finde ich im Internet die passenden Argumente.”

Das ist ja praktisch! Jetzt bin ich nicht mehr nur ein Mensch mit unbequemen Ansichten – jetzt bin ich ein Mensch mit unbequemen Argumenten. Ich bin überzeugt – und ehrgeizig bemüht, zu überzeugen.

vernetzt “ONLINE”:
von Informationen gefunden werden

Die eingebauten Filter haben ihre Kapazität erreicht,
ich leide an Informationverstopfung.

Ich lerne, die Filter anders einzustellen: von “passend/unpassend” wechsle ich zu “Relevanz ?”.
Natürlich ist auch “Relevanz” ein subjektiver Filter … aber dabei immer noch objektiver als der vorherige – und durchlässiger:
Da wird nicht nur abgefragt, ob mir ein Thema wichtig ist, sondern auch “Ist das ein Thema, das mir wichtig sein werden könnte oder sollte?” Und obwohl ich schon gelernt habe, auf solche Anfragen auch “nein” oder “nein, nicht jetzt” zu antworten, wird mir mehr und mehr klar, wieviel es doch zu wissen gäbe, wieviel ich gerne wüsste, wieviel und noch mehr ich nicht weiß.

Und angesichts der Komplexität dieser Welt, die sich im Internet spiegelt
und über die unendliche Zahl der Informationen wahrnehmbar wird…
angesichts dessen, was ich nicht weiß…
angesichts dessen, von dem ich nicht mal weiß, dass ich es nicht weiß…
ist klar:
Ich bin dumm. Jedenfalls  bin ich wesentlich dümmer, als ich dachte.

Das Internet haut mir ständig um die Ohren:

“WAHRHEIT   IST   DIE   ERFINDUNG   EINES   LÜGNERS.”

Heinz von Foerster

Und auch, wenn ich heute eine Ansicht argumentenreicher, selbstbewusster und sicher auch härter vertrete als vor “ONLINE” , werde ich doch gleichzeitig offener für Gegenargumente und andere Perspektiven.

Links:

  • zum Nachlesen(-denken)
    Heinz von Foerster im Gespräch mit Bernhard Pörksen:
    zeit.online/Kultur: Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners
  • Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur
    Medienbildung für die Persönlichkeitsentwicklung, für die gesellschaftliche Teilhabe und für die Entwicklung von Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit
    Bundesministerium für Bildung und Forschung: Bericht der Expertenkommission des BMBF zur Medienbildung
  • Dumm 3.0 – Wie Twitter, Blogs und Networks unsere Kultur bedrohen

Thomas Pfeiffer: Herr Reiter, soeben ist Ihr Buch „Dumm 3.0“ erschienen. Man kann sich schon ungefähr vorstellen, worum’s im Buch geht. Was ist Ihre Kernthese – aber bitte in 140 Zeichen, wir haben schließlich nicht ewig Zeit.  …weiterlesen

Amazon: Dumm 3.0: Wie Twitter, Blogs und Networks unsere Kultur bedrohen

DSDS ins Klassenzimmer !

Medienkompetenz fördern und fordern mit DSDS:

Warum nicht mal ein paar Sequenzen Casting-Show, Dokusoap oder Coaching-Show mit den Jugendlichen selbst drehen – und anschließend mit ihnen zusammen schneiden ?

Links:

von mediamanual:   Castingshows

mediamanual.at ist die interaktive Plattform des [österreichischen] Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur für die aktive Medienarbeit an der Schule. Wir bieten Informationen, Lectures, Workshops zu Film & Video, Computer und neuen Medien. Darüber hinaus unterstützen und beraten wir Sie gerne bei der praktischen Medienarbeit. Informieren Sie sich über unseren umfassenden Service.”

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