Saarland

Vortrag: “Buddhismus im Westen”

St.Wendel, Forum Impuls im Hospital im Alten Woog

am Freitag den 3.9.2010 um 20 Uhr

Eintritt: 6 Euro

Referent: Stefan Sebastian aus Mannheim,
langjähriger Schüler von Lama Ole Nydahl

Veranstalter: Buddhistisches Diamantwegszentrum der Karma-Kagyü-Linie e.V Saarbrücken.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen !

Was kann Buddhas Lehre den westlichen Gesellschaften bieten?

“Wirksame Mittel, die zu unmittelbarer Erfahrung des Geistes führen”, sagen die Tibeter.

Buddhas Lehre ist wie ein Diamant, der in seinem Wesen unveränderlich ist, aber doch in den Farben des Untergrundes strahlt, auf dem er liegt. So hat sich die Lehre den kulturellen Bedingungen der einzelnen Länder angepasst, ohne dabei ihre Essenz zu verlieren. Zunächst wurden die Belehrungen 1500 Jahre lang in Indien übertragen und dann weitere 1000 Jahre in Tibet. Heute wird die Unbegrenztheit der Sicht und der Mittel bei den gut ausgebildeten und selbstständigen Menschen des Westens deutlicher als je zuvor.

Bedeutend für die westliche Welt ist, dass die Karma Kagyü Zentren östlich des Rheins einen Laien- und Verwirklicher-Weg (Diamantweg-Buddhismus) lehren, der auf die Entwicklung von Klarheit und Selbstständigkeit in der heutigen Welt zielt.
Inhaltlich steht er auf drei Säulen:

  • überprüfbares, dogmenfreies Wissen
  • Meditation
  • Wege zum Festigen der erreichten Bewusstseinsebenen

So macht der Diamantweg die wirksamsten Mittel Buddhas der modernen Welt zugänglich.
Er hilft, den eigenen inneren Reichtum zum Besten aller Wesen zu entdecken und zu entfalten.

Zur Schulreform in Hamburg und im Saarland – mehr als 140 Zeichen…

ponyQ

Wie Ungleichheit zu Ungleichheit führt: RT @N_Exner: Hamburg: reich wählt, arm nicht. Warum?: http://wp.me/pRkpy-iX #bildung #partizipation

aemaets via buzz
Wenn das jetzt so schlimm ist, dass die Reform in Hamburg gescheitert ist, und wenn die an den “Reichen” gescheitert ist, dann muss man den Reichen doch Dummheit statt ökonomischen Interessen unterstellen – es ist doch klar, wer ganz zum Schluss die mangelnde Bildung in einem Land bezahlt ….

aemaets
besser: wie kann man das ändern ? bestimmt nicht, indem man auf die Reichen schimpft, die ihre demokratischen Rechte wahrnehmen

aemaets
Ich scheitere einfach an den 140 Buchstaben beim Twittern … der tweetet mich nicht, wenn ich so viel schreibe.

ponyQ via buzz
Du meinst – die “Reichen” müssen schließlich später die Sozialleistungen für die Armen bezahlen … und haben trotzdem dagegen gestimmt ? Ich glaub halt nicht, dass alle “Reichen” so differenziert denken… und aus Hamburg kamen schon ganz schön elitäre Kommentare http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama408.html

aemaets via buzz
Ja, aber das Fernsehen sucht sich schon auch die raus, mit denen sich wunderbar polarisieren lässt. Wäre ich in Hamburg, hätte ich vermutlich auch gegen die Reform gestimmt ( so wie ich im Saarland auch gegen das 5. Grundschuljahr bin)

Meine Gründe lassen sich weder twittern noch in einem 2 minütigen Fernsehinterview darlegen, eben weil ich mir die Sache gründlich überlegt habe .

Es ist Blödsinn, den “Gebildeten” (und die sind ja wohl mit den “Reichen” gemeint) zu unterstellen, sie wollten allen anderen Bildung verweigern, um für ihre Sprößlinge einen Vorteil zu haben. Die richtig Reichen lassen sich auf das deutsche Schulsystem ohnehin nicht mehr ein, wozu gibt es private Schulen vor Ort und Internate im Ausland … und jeder, der ein bisschen überlegt ( und vielleicht hat das ja doch der eine oder andere Hamburger getan) weiß, dass wir gut ausgebildete Leute brauchen, um auch den Lebensstandard der “Reichen” ( ab welchem Einkommen reden wir überhaupt ?) halten zu können, dabei muss man gar nicht ans “Bezahlen” denken, unsere Wirtschaft funktioniert schlicht und ergreifend nicht nur mit gut ausgebildeten Gymnasiasten , da gehören mehr und andere dazu.

Unsere Kinder sind “durch” und trotzdem bin ich gegen das 5. Grundschuljahr im Saarland – nicht aus “Standesdünkel”, sondern weil ich die Art, wie die saarländische Regierung Reformen im Bildungsbereich unreflektiert durchpaukt und Zusagen und Versprechungen bricht, seit etlichen Jahren aus nächster Erfahrung kenne – und weil ich denke, sie sollten erst einmal die vielen begonnenen Reformen zu Ende bringen

  • Lehrpläne G8 und Abi-G8 müssten jetzt dringend nach dem ersten G8 Abi an der Realität gemessen d.h. überarbeitet werden, dafür ist keine Zeit, weil jeder die Reform plant
  • Schulbuchausleihe wie bisher hat sich als Quatsch erwiesen, wird auch nix gemacht, weil keine Zeit ist

Das ist die Sicht von Gymnasialseite – nicht weil ich das Gymnasium einseitig bevorzuge, sondern weil ich damit aus eigener Erfahrung einfach besser Bescheid weiß als mit anderen Schulformen – aber ich weiß, dass die Realschulen und Gesamtschulen auch jammern, weil viel begonnen und versprochen wurde und nix richtig zu Ende geführt wurde.

Mir konnte auch noch keiner sagen, ob aus dem G8 dann ein G7 werden soll und wie am Gymnasium der 9 jährige Stoff ( und die Gesamtanzahl der Stunden bleibt ja, weil das von der KMK so vorgeschrieben ist) in 7 Jahren vermittelt werden soll.

Alle weiterführenden Schulen ( auch Gesamtschulen und Realschulen) im Saarland klagen darüber, dass das Bildungsniveau bei den einzelnen Grundschulen zu unterschiedlich sei und es deshalb immer schwieriger würde, die Schüler aus den einzelnen Grundschulen innerhalb eines Schuljahres ( im Gymnasium war das bisher das 5. Schuljahr) auf ein gleiches Niveau zu bringen. Ein Jahr mehr Grundschule wird das nicht besser machen und den weiterführenden Schulen wird das Jahr genommen. Es macht keinen Sinn, einfach nur irgendwo ein Jahr anzuhängen ( Grundschule) oder wegzunehmen ( G 8 Gymnasium) , das ändert nichts an der Qualität des Unterrichts, der Ausbildung der Lehrer usw.

Wenn wir die Grundschule, wie sie bisher ist, um ein Jahr verlängern, lösen wir keine Probleme, wieso soll sich durch ein zusätzliches Jahr irgendetwas verbessern, was in den vorangegangenen 4 Jahren nicht gut gemacht wurde – das ist kein zeitliches Problem, sondern ein inhaltliches.

Warum also nicht mal in allen Schulformen inhaltliche Verbesserungen anstreben – warum nicht mal das Haus aufräumen und im Innern dringend notwendige Reparaturen vornehmen, anstatt noch einen Schuppen anzubauen ( für ziemlich viel Geld und Zeit, was ja eh hinten und vorne nicht reicht)

so … das wäre nur der Anfang meiner Meinung … kannst du aber gerne bloggen

noch ein Nachtrag:

Ich kenne mich mit dem Hamburger “Schulfrust” nicht aus, aber ich war gerade in Hamburg und da ist mir in nur 3 Tagen aufgefallen, dass Hamburg anscheinend ziemlich viele Privatschulen hat, die werben z.B. in der Hochbahn. Ziemlich viele Privatschulen lassen aber auch die Vermutung zu, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Leistungsfähigkeit der staatlichen Schulen ( und damit in die kommunale Bildungspolitik) sowieso nicht besonders hoch ist – vielleicht haben viele da in den letzten Jahren ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich im Saarland.

Ein ganz anderes strukturelles Argument: wie sieht es denn mit der vielfach geforderten beruflichen Mobilität innerhalb Deutschlands aus, wenn wir Eltern schon in der Grundschulzeit ihrer Kinder ein solches Problem mit auf den Weg geben ? Überall versucht man die Übergänge zu erleichtern ( z.B. Bachelor) und da schafft man unnötigerweise eine solche Hürde.

gebloggt – could be continued

Pflegestützpunkt – Beratung für Eltern mit behinderten Kindern ?

Am Dienstag, dem 13. Juli, werde ich die Gelegenheit haben,  in einem Gespräch mit den Mitarbeitern des Pflegestützpunktes Neunkirchen die besonderen Beratungsbedürfnisse und Anliegen von Eltern mit behinderten Kindern anzusprechen.
Die Behindertenbeauftragte der Gemeinde Illingen, Frau Helma Wagner (Lehrerin an einer Sonderschule für Geistigbehinderte), wird mich begleiten.

Und jetzt frage ich Euch, die betroffenen Eltern:

Welche besonderen Probleme und Anliegen,
welche wichtigen Fragen und Anregungen habt Ihr,
die bei dieser Gelegenheit auf jeden Fall zur Sprache kommen sollten ?

So was wie:

  • “Auf diese Möglichkeit (Verhinderungspflege, niedrigschwellige Betreuungsangebote, familienentlastender Dienst …)  hätte mich ja auch schon mal früher einer hinweisen können!”
  • “Das klingt ja alles schön und gut, aber wo finde ich jetzt für mein Kind genau das richtige ?”
  • “Die Krankenkasse sagt … – was heißt das für mich ?”
  • ….

Schreibt Eure Anregungen, Hinweise, Erfahrungen und Probleme mit anderen Beratungsstellen wie den Kranken- und Pflegekassen, Ideen  usw. bitte einfach als Kommentar unter diesen Artikel !

Danke ;) evi.

(Gerne auch anonym – Eure eMail-Adresse ist übrigens immer nur für mich als Administrator des Blogs sichtbar)

(Keine) Politische Partizipation ?

Ich sage:
„Warum soll ich mich für Politik interessieren ?
Politik interessiert sich ja auch nicht für mich.“

Ulrich Commerçon,
Initiator des „Partizipationsprojektes“ MachtBildung, sagt dazu:
„Solange DU Dich nicht für Politik interessierst,
interessiert sie sich nicht für Dich.
Und zwar nur genau so lange,
bis Du Dich doch dafür interessierst.
Das erfordert aber natürlich auch eigene Anstrengung.“

Herr Commerçon,

Sie haben den Eindruck, „dass diese Distanz auf beiden Seiten ihre Ursache hat.“
Nachdem ich mehrmals (vergeblich) versucht habe, „den Politikern“ großzügig alle Ursachen dieser Distanz zuzuschreiben, glaube ich, inzwischen langsam zu verstehen, was Sie so deutlich vielleicht nicht sagen wollten:

Warum soll sich die Politik für dich interessieren ?
Du interessierst dich ja auch nicht für die Politik.

Nicht ganz. Eher so: “Wie kann sich die Politik denn für Dich interessieren, wenn Du nicht deutlich machst, was Du von ihr erwartest.”

? Wie erleben Sie als „partizipationswilliger“ Politiker die Partizipationswilligkeit und auch die Partizipationsfähigkeit bwz. tatsächliche Partizipation der Bürger ?

Ich erlebe das sehr unterschiedlich und halte nichts von pauschalen Bewertungen à la: “Die Jugend interessiert sich ja nicht für Politik.” oder: “Die sind politik(er)verdrossen.”
Alles in allem mag die Bereitschaft zu politischer Partizipation in Deutschland (erheblich) nachgelassen haben. Allerdings gehört der Ehrlichkeit halber dazu, dass sie in Deutschland seit Beginn der 70-er Jahre auch im europäischen und internationalen Vergleich außerordentlich hoch war.
In den Parteien, aber v.a. auch in (anderen, denn Parteien sind dies ja eigentlich auch) “Bürgerinitiativen”/Verbänden etc. gibt es zum Glück immer noch eine Menge und sehr engagierte Menschen.
Und natürlich finde ich, dass Politik(er) und Parteien auch attraktive Angebote der Partizipation machen sollten. Ich bemühe mich darum jedenfalls, aktuell in der “MachtBildung”-Kampagne, aber auch schon bei der Erarbeitung des Regierungsprogramms im vergangenen Jahr.

Sie nutzen – nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit MachtBildung – die „Macht der SocialMedia“.
?
Stichwort „Sehen und gesehen werden“ :
Mit welchen Zielen haben Sie sich ins web2.0 begeben ?

Nun, am Anfang stand eher meine spielerische Neugierde; klar: und natürlich so ein bisschen auch “Obamania” bzw. die Überlegung, mal zu schauen, wie sich das web2.0 für den Wahlkampf nutzen lässt. Ich wollte halt mal sehen, ob es bspw. sinnvoll ist, den Spitzenkandidaten Heiko Maas mit einem Twitteraccount auf die Leute loszulassen. Dass ich dann recht schnell so viel Aufmerksamkeit auf mich gezogen habe, hat mich dann überrascht. Und dann kam der Zufall dazu, dass mich eine wegen einer störenden Baustelle auf die Bahn wütende Bloggerin und Twitterin, unsere heißgeliebte und hochverehrte @ApfelMuse dazu verleitet hat, mich um ihr Problem zu kümmern und ihr die entsprechenden Kontakte und Infos zu besorgen…

? Welche Erfahrungen in Sachen „Partizipation“ haben Sie mit Twitter u.ä. bis jetzt gemacht ?

…Dabei entstand ein so guter und spannender Dialog, dass ich merkte: Mensch, da sind ja die Menschen, die auch wirklich was von Dir wissen wollen. Das ist ja fast so etwas wie ein “Infostand des 21. Jahrhunderts”.
Auch @ApfelMuse schien das so zu gefallen, dass ein Politiker das mal Ernst nimmt und sich kümmert, dass sie mich weiter empfohlen hat, sodass ich nicht nur immer mehr Follower bekam, sondern auch extrem viele Anfragen aus den Communities zu politischen Alltagsproblemen.

? Haben diese Erfahrungen ihre Ziele verändert ?

Die Ziele nicht, aber sicher die Denkweise und die Methoden. Und vielleicht ist ein Ziel verstärkt worden oder mir bewusster oder auch von einem Mittel zum Ziel geworden: Partizipation selbst. Ok. Und die extrem hohe Bedeutung von Partizipation im demokratischen Prozess war nicht mehr nur noch theoretisch, sondern plötzlich ganz praktisch erfahrbar.

Partizipation ist weder an einen Parteieintritt gebunden noch auf ein Kreuzchen auf einem Wahlzettel beschränkt.
?
Welche Wege zur Partizipation möchten Sie beiden Seiten – Bürgern und Politikern – zum Abschluss noch einmal als „niedrigschwelligen Einstieg“ ans Herz legen ?

Da muss jedeR ihren/seinen eigenen Weg finden und wählen, was am besten zu den eigenen Vorstellungen passt. Ich persönlich kann den vielfältigen Möglichkeiten, die das Web2.0 bietet eine Menge abgewinnen und empfehle allen KollegInnen, die auch Freude daran haben, diese Kontaktmöglichkeiten nicht zu unterschätzen.
Twitter ist dabei mein persönlicher Favorit, weil es flexibel, spontan, geistreich und witzig ist und weil dort echte Kommunikationsjunkies unterwegs sind, die selbst wieder stark vernetzt sind und Meinung sehr dauerhaft beeinflussen.
Allerdings: Den unmittelbaren “körperlichen” Kontakt möchte ich darüber hinaus nicht missen. Authentischer als im R(eal)L(ife) geht es halt doch (noch!?) nicht ;-)

Den interessierten BürgerInnen sage ich eigentlich das gleiche: Macht es, wie es Euch gefällt.
Aber macht es! Bombardiert uns mit Mails, twittert uns voll, schreibt Briefe, bittet um persönliche Gespräche, kommt in Veranstaltungen, werdet in Bürgerinitiativen aktiv und geht in Parteien, übernehmt Funktionen, kandidiert für Mandate…

… ach ja: Und zuallererst schreibt Ihr alle mal schön brav Kommentare auf  http://www.macht-bildung.de und schickt die Webadresse mal an Euer Adressbuch, verlinkt sie auf Eurer HP und twittert Hashtag: #MachtBildung :-)

Ansonsten fragt Ihr am besten @ponyQ, die weiß, wie’s geht.

Tatsächlich redet ponyQ ja eigentlich gar nicht mit Politikern ^^… und deshalb dann doch noch eine Nach-Frage:
Bei MachtBildung scheint alles an Wortmeldungen willkommen zu sein – von persönlicher (Einzel-)Betroffenheit bis All-Inklusive-Konzept.
?
War das so gewollt oder hat sich das so ergeben ?

Das war pure Absicht. Wir wollen ja möglichst keine Hemmschwelle einbauen.

? Oder gilt das sogar generell für “Partizipation”: Kann ich (entgegen meiner bisherigen ponyQ-Ansichten, s.o.) davon ausgehen, dass ein “normaler Politiker” bemüht ist, “zwischen den Zeilen” zu lesen ?
Anders formuliert: Wird meine Meinung – und mag sie auch noch so privat, emotional verwickelt und eventuell auch etwas holprig formuliert sein – von einem Politiker auf einer “politisch verwertbaren Ebene” zur Kenntnis und ernst genommen ?

Das ist mir ehrlich gesagt zu pauschal gefragt. Worum “normale Politiker” bemüht sind, weiß ich nicht.

Ich bemühe mich; und die meisten meiner KollegInnen auch. Ob ich/wir allerdings auf einer nach dem jeweiligen Geschmack “politisch verwertbaren Ebene” agieren, stelle ich mal anheim ;-)

Im Ernst: In meiner Fraktion wird jeder Versuch der Kontaktaufnahme, Meinungsäußerung o.ä. nicht nur zur Kenntnis, sondern auch zum Anlass für eine Antwort genommen.

… wie man hier lesen kann ;)   Danke !


Gymnasium für alle – genug Lehrer für keinen ?

Pressemitteilung

LEV Gymnasien fordert mehr Lehrer für alle Schulformen;
bessere Förderung nur mit ausreichender Personalisierung möglich:

„Wir, die Delegierten der LEV Gym, möchten noch einmal deutlich machen, dass uns nicht das Jammern auf hohem Niveau umtreibt, sondern echte Sorgen um die Bildung unserer Kinder“,

erklärt Joachim Klesen, Vorsitzender der LEV Gymnasien, in einem Schreiben an Ministerpräsident Peter Müller unter Bezug auf einen offenen Brief an Bildungsminister Klaus Kessler anlässlich der geplanten Kürzung von 42 Lehrerstellen an den Gymnasien.

„ Wir haben uns schon fast daran gewöhnt, dass viele Unterrichtsstunden ausfallen, aber weitere Einschränkungen werden wir nicht mehr länger mittragen. Teilweise ist der Unterrichtsbetrieb nur durch den Einsatz von Referendaren oder auch von Studenten noch vor dem Referendariat überhaupt aufrecht zu erhalten. Uns wurde immer wieder versprochen, dass es nach Weggang des Doppelabiturjahrgangs im letzten Jahr besser werden würde. Wir fordern nun die Einhaltung dieser Versprechen.“

Wenn auch andere Schulformen Bedarf an weiteren Lehrerstellen haben, müsse dieser gedeckt werden, ohne ein Loch an anderer Stelle entstehen zu lassen oder zu vergrößern. Eine bessere Förderung der Schülerinnen und Schüler kann nur durch eine ausreichende Personalisierung und mit einem angemessenen Schüler-Lehrer-Verhältnis realisiert werden. Die Delegierten der LEV Gymnasien haben daher von Bildungsminister Klaus Kessler einen eindeutigen Beleg für das nach seiner Rechnungen zu vermutendende, rein rechnerische Paradies an saarländischen Gymnasien verlangt. Sie wollen wissen, wo sich diese 42 nicht mehr benötigten Stellen tatsächlich an unseren Gymnasien befinden.

„Wir glauben, um auf die richtige Zahl der benötigen Lehrerstellen für das neue Schuljahr zu kommen, muss der Ansatz ganz einfach lauten: Wie viele Schüler sind an den Gymnasien vorhanden und viele Lehrerstunden braucht man, um ausreichend zu personalisieren“, so Klesen. „Diese Rechnung ist uns der Bildungsminister noch schuldig.“

Deshalb hat die LEV Gymnasien in einem offenen Brief Fragen an Bildungsminister Kessler formuliert und ihn aufgefordert, in den nächsten zwei Wochen zu antworten.

„Wir haben auch die Fraktionen des Saarländischen Landtages – insbesondere die Mitglieder des Haushaltsausschusses – aufgefordert, sich noch einmal eingehend mit der Personalisierung der Schulen zu befassen und bitten Sie Ihre Entscheidungen von tatsächlichen Fakten abhängig zu machen. Zum Wohle aller Schulformen.“

Joachim Klesen

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