wundt

Einladung zum Reste-Essen

Ich entrümpele gerade mein Moodleblog: Sperrmüll für alle zu PsychologieGeschichte, Forschungsmethoden, Informationskompetenz…
Manche Zusammenfassungen kann ich aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht rausstellen, die gibt´s dann nur per Link auf den MoodleBlog-Eintrag (mit Passwort)

PS: in den Zusammenfassungen findet ihr z.T. auch Links – hat Platz und eigene Ausführungen gespart ;)

Introspektion: Wundt, Husserl, Bühler

Bei Wundt war Introspektion ganz strukturierte, fest reglementierte und möglichst mit Messgeräten begleitete “experimentelle Selbstbeobachtung” bezüglich kleinster (-> elementarer) “Bewusstseinseinheiten / Erlebnisinhalte” – fast mehr eine “Mitteilung über eine Beobachtung“: Erzähl mir, was du wahrnimmst.
(äußerer Reiz und entsprechendes inneres Erleben > Bewusstseinspsychologie) z.B. beim Erfühlen einer Figur “Hund”

Bei Husserl war´s dann schon etwas ausführlicher, weniger auf “äußere Reize” bezogen, noch mehr Richtung “Introspektion” im Sinne von “nach Innen schauen” :   Erzähl mir, was in deinem Kopf IST.
(= das konkret Begegnende hier: Vorstellung “Hund” > Phänomenologie) z.B: Ich stelle eine Frage, du erzählst mir die Antwort, wie sie dir nach und nach in den Sinn kommt. Was fällt dir alles zu “Hund” ein?

Retrospektion / Ex-post-Introspektion bei Bühler: Erzähl mir, was in deinem Kopf WAR.
(= das konkret Begegnende hier: Erinnerung an “Wie kam ich zu der Antwort” > auch Phänomenologie > auch höhere Prozesse sind phänomenologisch zu erfassen > Denkpsychologie)
Du erzählst mir, WIE dir die Antwort nach und nach in den Sinn gekommen ist. Vielleicht:

…erst dachte ich “häh?wat will dat dann?” Verwirrung
…dann hab ich beschlossen “okay,ich versuch´s” Vertrauen, Neugier
…vor mir tauchte das Bild von Hund “Flecki” auf Idee
…ich hab Flecki von vorne nach hinten beschrieben räumlich strukturiertes Denken
…dann kamen Erinnerungen an eine bestimmte Situation auf, als sie uns mal die Wurst von Tisch klaute spontane Erinnerungen
…und ich hatte das Bedürfnis, etwas über ihren Charakter zu erzählen emotionale Inhalte
…dabei dachte ich noch “kann ich in Menschenworten über einen Hundecharakter erzählen? Wie das sich für die anderen wohl anhört?” Unsicherheit
…dann war dieser Gedanke ganz plötzlich wieder verschwunden Inhalt löst sich von selbst auf
…mir kam kurz meine Bügelwäsche in den Sinn Ablenkung
…das hat mich etwas gewundert und ich hab mich wieder auf den Hund konzentriert Ablenkung erkennen, Konzentration
… usw.

Und ich hab Material darüber, wie “Denken” bei dir funktioniert.

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